Hier finden Sie Meldungen aus den Medien, rund um das Thema Grossraubtiere


Wolf reisst neun schafe in gordola (ti)

Flugplatz, Bahnhof, Autobahn A13, Häuser – eigentlich gehören sie nicht gerade zu den bevorzugten Aufenthaltsorten eines Wolfs. Und doch lassen Autos, Züge, Spaziergänger den Räuber der Magadino-Ebene kalt. Er läuft am Samstag am Fluss Ticino entlang. In der Nacht bricht er bei Riazzino TI in ein Gehege ein und tötet vier Schafe. Der Hunger ist jedoch noch nicht gestillt. 

Schon in der Nacht darauf schlägt der Wolf wieder zu. Diesmal ein paar Kilometer westlich, in Gordola TI. Er überspringt einen etwa 1,50 Meter hohen Zaun, landet auf der Weide von Landwirtin Barbara Gianettoni (50). Ihre Schafe haben keine Chance. Der Wolf hetzt sie, beisst zu. 

«Er riss fünf Tiere, mehr als ein Drittel meiner Herde. Vier junge, kräftige Tiere und ein älteres Mutterschaf. Alle waren hochträchtig. Ihnen wurde die Kehle durchgebissen», sagt die Tessiner Bio-Bäuerin zu BLICK. «Es bricht mir das Herz.» Jetzt bangt Barbara Gianettoni auch um ihre anderen Mutterschafe. «Einerseits kann der Wolf wiederkommen, andererseits fürchten wir Totgeburten durch den erlebten Stress.»

«Wir haben Angst um unsere Kälbchen»

Auch Nachbar Robert Aerni (64) aus Gordola ist in Sorge. «Wir haben Kälbchen und unsere Ställe sind, wie es die Vorschrift verlangt, recht offen gehalten», sagt der Landwirt und Präsident des Tessiner Bauernverbands. Ein Leichtes für den Wolf einzudringen. Gut schlafen wird Aerni die kommenden Nächte nicht. «Wir werden verdammt wachsam sein», sagt der Tessiner. Denn mit nur neun Rissen geht es dem Wolf noch nicht ans Fell. Laut Gesetz muss er erst 25 Tiere getötet haben, um abgeschossen werden zu können. 

Nicht nur die grausamen Schafsrisse erschrecken die Gemeinde am Lago Maggiore. «Der Wolf lief nur wenige Hundert Meter an unserer Sekundarschule vorbei. Am Fluss-Ufer spielen Kinder, gehen Leute mit ihren Hunden Gassi. Das macht schon Angst», sagt Barbara Gianettoni. Der Grossräuber selbst spazierte am helllichten Tag über die Wiesen, sodass er von einigen Augenzeugen aus dem Auto heraus gefilmt werden konnte. 

CVP-Nationalrat fordert die Tötung des Räubers

CVP-Nationalrat Fabio Regazzi (56), selber aus Gordola, warnt: «Wölfe sind intelligente Tiere. Sie passen sich ihrer Umwelt an. Sie lernen, mit den Menschen zu koexistieren, wenn wir nicht eingreifen.» Seit Jahren wisse man, dass im nahe gelegenen Morobbiatal ein Wolfspaar bereits mehrmals geworfen habe. Nie habe man eingegriffen.

«Solange die Wölfe oben in den Bergen eine Ziege oder ein Reh reissen, ist es okay. Aber dass sie in unsere Wohngebiete kommen, geht gar nicht», sagt der Politiker, der auch Präsident der Tessiner Jägervereinigung ist. «Wer wird, sollte tatsächlich einmal etwas Schlimmes passieren, dafür die Verantwortung übernehmen?» Daher fordert Regazzi, dass der Abschuss des Wolfs ernsthaft geprüft wird. 

Das Amt für kantonale Jagd und Fischerei versucht unterdessen zu beruhigen «Es ist richtig, dass alles auf einen Wolf hindeutet», sagt Federico Tettamanti (30), «doch es ist anzunehmen, dass das Tier weiterzieht. Vor allem, wenn es sich um einen jungen Rüden handelt.» Ob er aus dem Wurf des Wolfspaars aus dem Morobbiatal stammt oder aus Italien einwanderte, wird sich erst in frühestens vier Wochen herausstellen. «Solange dauert die Analyse der DNA-Proben, die wir bereits in die Deutschschweiz geschickt haben», sagt Federico Tettamanti.
Quelle: Blick Online 21.11.2018 Myrte Müller


Polen: Wolf greift Kinder und Touristin an!

Wolf greift am Rande des Dorfes Przyslup an 

Kein Gebrüder Grimm Märchen, sondern traurige Realität die viele vorhergesagt hatten: Ein achtjähriges Mädchen sowie ein zehnjähriger Bub wurden am Dienstagabend von einem Wolf angegriffen und in die Beine gebissen. Die Kinder befanden sich getrennt voneinander am Rande des Dorfes Przyslup, im ostpolnischen Bieszczadygebirge, berichtet der Sender TVN24.

Jäger sollen den Wolf mit Genehmigung des Polnischen Umweltschutzministeriums bereits erlegt haben, so die zuständige Behörde. Es wird nun untersucht, ob es sich um ein gesundes Tier handelte.

Touristin schon vor zwei Wochen angegriffen

Bereits vor gut 2 Wochen soll eine Touristin vom gleichen Wolf attakiert und gebissen worden sein. Der jetzige Vorfall heizt die Diskussion in Polen wieder an, ob Wölfe nicht doch wieder bejagt werden sollen. Landwirte, Viehhalter und Jäger sind jedenfalls dafür, sie haben auch ihre guten Gründe.

Alleine im Bieszczadygebirge, das an die Slowakei und die Ukraine grenzt, sollen knapp 700 Wölfe leben. Diese haben allerdings auch etwas gutes, hört man von Einwohnern. Die Tiere hätten das Problem von freilaufenden Hunden im Wald auf ihre Art gelöst. Diese wurden alle von ihren wilden Vorfahren gefressen.


Wolfsangriff neben Hirtin: „Politik muss handeln“

Der Wolfsangriff bei der Plattkofelalm sorgt beim Südtiroler Bauernbund für große Beunruhigung. Erstmals gab es einen Angriff am helllichten Tag und nur wenige Meter von einem Menschen entfernt. „Wenn Wölfe ihre Scheu verlieren, sind nicht mehr nur unsere Tiere in Gefahr, sondern auch Hirten und andere Menschen in der Nähe“, zeigt sich Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler besorgt. Am Plattkofel wurden 3 Ziegen am helllichten Tag im Beisein der Hirtin gerissen.

 

Der Bauernbund ruft die Politik auf allen Ebenen auf, den Vorfall bei der Plattkofelalm nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Mit diesem Vorfall haben die Wolfsangriffe eine neue Dimension erreicht“, unterstreicht Tiefenthaler und fordert: „Die Politik muss handeln, bevor ein Mensch zu Schaden kommt.“

Der Angriff im Beisein der Hirtin zeige, dass ein Zusammenleben mit dem Wolf trotz Schutzvorkehrungen nicht möglich sei. „Die Ziegenherde wurde nachts hinter einem Elektrozaun gehalten und untertags mit Hirten begleitet: Dennoch ist es zum Wolfsangriff gekommen“, stellt Oswald Schwarz, Bergbauernsprecher im Landesbauernrat, fest.

„Dies widerlegt die Aussagen so mancher selbsternannter Experten, die dem Wolf eine große Menschenscheu nachsagen und keine Gefahr für den Fortbestand der Almwirtschaft sehen.

 


21 tote Rinder: Alles deutet auf den Wolf

Ralf Högemann hat Angst um seine Rinderherde – und fürchtet um seine berufliche Existenz. Immer wieder reißen wohl Wölfe einzelne Tiere. Insgesamt 21 Rinder hat der Landwirt in diesem Jahr schon verloren. Von der Politik fühlt er sich allein gelassen. Ralf Högemann schläft schlecht. Die Anspannung lässt sich von seinem Gesicht ablesen. Am Dienstagmorgen fand der Landwirt auf seinem 500 Hektar großen Gelände bei Treuenbrietzen, auf dem 600 Rinder leben, zwei tote Kälber. Sie wurden gerissen – wohl von einem Wolf.

Es ist nicht das erste Mal, dass Högemann eine solche Entdeckung macht: Seit dem 9. März bis heute – darüber führt er akribisch Buch – sind insgesamt 21 Rinder durch ähnliche Vorfälle getötet worden, im April fand er das Fohlen seiner staatsprämierten Reitpony-Stute zerfleischt am Boden.

„Ich sehe die Wölfe“, sagt der Viehzüchter. „Ich sehe sie morgens, mittags, abends und nachts, mal einen einzelnen, mal drei auf einmal.“ Mittlerweile kämen die Raubtiere auf bis zu 100 Meter an sein Wohnhaus heran. Ihre Fußspuren entdeckt Högemann auf dem Sandweg hinter den Ställen. Seinen drei Kindern hat er verboten, dort zu spielen, er sorgt sich um ihre Sicherheit.

„Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll“

Vier Wochen lang hat der Bauer in diesem Sommer bei seiner Herde auf der Weide übernachtet, aus Angst um seine Tiere. „Wenn sie angegriffen werden, schreien sie“, sagt er. „Vom Haus aus hört man das, wenn der Wind günstig steht, dann fahre ich hin und verjage die Wölfe. Jeden Morgen fahre ich mit einem schlechten Gefühl raus – ist wieder etwas passiert?“

Die vergangenen Monate haben den erfahrenen Landwirt mürbe gemacht, mürbe und wütend. Er fühlt sich mit der Situation allein gelassen. „Wir sind ein Familienbetrieb, ein kleines Unternehmen, und wir wissen nicht, wie es weitergehen soll“, sagt er. „Die Schuld wird aber immer auf die Bauern geschoben, wir werden vertröstet und nicht ernst genommen.“

Immer mehr Fälle in der Region

Högemann wünscht sich, dass auch andere Bauern mit ihren Sorgen wegen des Wolfes an die Öffentlichkeit gehen. Denn in der Region gebe es immer mehr Fälle. Nach jedem Angriff auf eines seiner Tiere ruft er über die eingerichtete Hotline den Rissgutachter des Landesamts für Umwelt (LfU), der die Kadaver untersucht. Er dokumentiert den Fall und veranlasst Gen-Analysen, um herauszufinden, ob es sich wirklich um einen Wolfsriss handelt. Aber: „Wir haben bis heute noch keine einzige Entschädigung erhalten“, sagt Högemann.

„Die Gen-Analyse spielt in den seltensten Fällen eine Rolle“, sagt Thomas Frey vom Landesamt für Umwelt (LfU) in Potsdam. „In der Regel geht die Einschätzung aus der Dokumentation des Rissgutachters hervor.“ Die einzelnen Fälle gehen beim LfU ein. Von dort werden sie an das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) weitergeleitet. Dort werden die Preise ermittelt, die den Landwirten als Entschädigung gezahlt werden.

Die Gen-Analysen werden im Senckenberg-Institut Gelnhausen aus wissenschaftlichen Gründen dokumentiert. „Dort werden die Proben untersucht. Es kann mehrere Wochen und Monate dauern, bis das Ergebnis feststeht“, sagt Frey. Aufgrund hoher Auslastung und Formalien, die eingehalten werden müssten, könne es bisweilen zu Verzögerungen kommen. „Alles ist jedoch darauf ausgerichtet, die Fälle im Normalfall innerhalb weniger Wochen abzuschließen“, sagt der Sprecher des LfU.

Maßnahmen des Landes können helfen

„Betroffene Landwirte in Brandenburg können Hilfsangebote des Landes zum Schutz ihrer Tiere wahrnehmen“, sagt Valeska De Pelligrini, Wolfsbeauftragte beim Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (LMUL). In einer Situation wie der von Ralf Högemann sei es wichtig, etwas an der Herdensicherung zu ändern.

„Mit einer Förderungsmaßnahme von bis zu 15 000 Euro ließen sich auf Herrn Högemanns Grundstück relativ einfach die Stromzäune zur Wolfsabwehr verstärken. Ein bis zwei Litzen mehr würden schon ausreichen.“ Die Wolfsbeauftragte kennt das Gelände des Treuenbrietzeners und war im September 2017 zu einem Präventionsgespräch vor Ort.

Ralf Högemann sieht das anders. „Bei der großen Fläche komme ich schnell auf eine weitaus höhere Summe als 15 000 Euro“, meint er. „Wir haften mit Haus und Hof, wir haben viele Fixkosten – das können wir uns gar nicht leisten“, sagt der Landwirt. Vom Staat wünscht er sich mehr Verantwortung und Hilfe. „Ich muss dabei zusehen, wie meine Tiere lebendig gefressen werden. Doch meine Kühe waren vor den Wölfen da. Seit 29 Jahren bin ich Landwirt, so etwas habe ich noch nie erlebt.“

Von Christina Koormann

Quelle: maz online.de


Nach Wolfsangriff bei Lenzen: Bauernbund verlangt Stopp aller Herdenschutzprogramme

Nachdem Wölfe am Elbdeich bei Lenzen zwei Schafe gerissen haben, obwohl diese durch Herdenschutzhunde bewacht wurden, hat der Bauernbund Brandenburg die Landesregierung aufgefordert, alle Herdenschutzprogramme zu stoppen und statt dessen die Schutzjagd auf Wölfe nach dem skandinavischen Modell zuzulassen. "Wir halten immer schärfere Hunde und bauen immer höhere Zäune, aber das interessiert doch den Wolf nicht, wenn er Hunger hat", argumentiert der Wolfsbeauftragte des Bauernbundes Frank Michelchen, Biobauer aus Leibsch im Spreewald, der selber bereits zwei Kälber an das Raubtier verloren hat: "Wir müssen uns endlich eingestehen, dass der einzige funktionierende Herdenschutz weniger Wölfe sind."
Quelle: Bauernbund Brandenburg 29.07.2018


Kommentar: „Der Wolf muss weg!“

„Die ‚Dolomiten‘ bringen schockierende Texte, Bilder und Videos nur in Ausnahmefällen. Der jüngste Angriff von Wölfen darf nicht verborgen werden. Das schreckliche Leid des kleinen Kälbchens muss gezeigt werden“, schreibt der Chefredakteur des Tagblatts Toni Ebner in einem Kommentar am Samstag.

Die Befürworter der Wiedereinbürgerung des Wolfes sollen endlich begreifen, was Wölfe anrichten. Sie sollen die geschundene Kreatur sehen, die zitternd neben einem Baum steht, mit herausgefressenem Schenkel und freigelegtem Oberschenkelknochen. Das Tier leidet stumm unter unsäglichen Qualen. Bei lebendigem Leib angefressen.

 

Die Wolfbefürworter sollen zur Kenntnis nehmen, dass der Wolf nicht Fleisch frisst, das sie schön angerichtet beim Metzger sehen. Der Wolf tötet sein Opfer qualvoll, weil er es bei lebendigem Leib auffrisst.

 

Frau Foppa, Herr Dello Sbarba und Herr Heiss, schauen Sie sich das Video an, bevor Sie wieder eine wildromantische Presseaussendung verfassen, wie wichtig der Wolf in Südtirol ist. Schauen Sie sich das Kälbchen an! Wollen Sie, dass auch weiterhin unsere Tiere bei lebendigem Leib gefressen werden?

 

Herr Spagnolli, schauen auch Sie sich das Video an, bevor Sie wieder in Ihrer wohligen Amtsstube behaupten, man könne mit Zäunen den Wölfen beikommen. Hören Sie endlich auf, Märchen zu erzählen, der Wolf sei mit Zaun, Herdenhunden und Schäfern unter Kontrolle zu bringen. In der kleinstrukturierten Südtiroler Landwirtschaft mit ihren Almen ist ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf nicht mehr möglich.

 

Es gibt daher nur ein Entweder-oder: entweder der Wolf oder unsere seit Jahrhunderten betriebene Bauernschaft mit beweideten Almen. Die Entscheidung ist klar: Der Wolf muss weg!

toni.ebner@athesia.it

Bei Google zu finden!

http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Kommentar-Der-Wolf-muss-weg

 


Wolf jagt Hirsch durch Cunnewitz - Bewohner in Angst und Schrecken

Die Bewohner von Cunnewitz sind geschockt. Ein Wolf hat vergangene Nacht einen Hirsch durch den Ort bei Kamenz gejagt. Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen. Scheiben gingen zu Bruch, ein Zaun wurde niedergetrampelt.  Der Hirsch sei über drei Grundstücke getrieben worden, schilderte uns ein Augenzeuge. Das Tier stieß schließlich gegen ein massives Tor und verendete. Der Wolf flüchtete. Auf dem Rückweg soll er einen weiteren Hirsch getötet haben.

Die Bewohner haben Angst davor, dass der Wolf wieder in den Ort kommt. Sie fordern deshalb, dass die zuständigen Politiker endlich Schritte einleiten, damit sich so ein Vorfall nicht wiederholt. Wölfe, die sich bewohntem Gebiet nähern oder Schafherden angreifen, müssten abgeschossen werden - ohne Wenn und Aber.

In der Gegend lebt das Rosenthaler Wolfsrudel. Jäger vermuten, dass es inzwischen zwei Rudel gibt. Wölfe hatten in den vergangenen Jahren wiederholt Schafherden angegriffen.

Quelle: radiolausitz.de/Autor: Knut-Michael Kunoth


Wolf: Nun ist eine Kuh betroffen

In der Nacht auf den 1. Juli schlug der Wolf in der Herde der Familie Gerber, Steinettli, Schangnau, zu. Die gerissene Jungziege, die der Wolf nahe der Hütte riss, wurde erst nach langem Suchen gefunden. Kroni, eine weitere Ziege, fand Bäuerin Marianne Gerber nach langer Suche verletzt. Sie hatte Glück. Der vom Wolf aufgerissene Bauch konnte genäht werden. Die Familie Gerber glaubte, damit sei die Sache erledigt.

Kroni wird zu Hause gepflegt

Nun hat Kroni aufgrund eines Bisses am Hals allerdings einen Abszess gemacht. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut, sagt Daniel Gerber. Die Ziege wird zu Hause gepflegt. Die Kosten einer Behandlung im Tierspital wären nicht gedeckt, hatte der Wildhüter die Familie informiert. Diese würden den geschätzten Wert des Tieres voraussichtlich übersteigen. Wird ein Nutztier Opfer eines Wolfsrisses, muss der Wildhüter informiert werden. Dieser nimmt den Schaden auf und kann mittels Schadenformular die Meldung zur Entschädigung einreichen. Ein Nutztier oder deren Behandlung werde unter Berücksichtigung des geschätzten Wertes des Tieres immer entschädigt. Unabhängig davon, ob das verletzte Tier eingezäunt oder anders geschützt wurde (Bsp. Herdenschutzhund).

Eine Kuh verletzt

Nun muss Kroni also zu Hause bleiben. Der Abszess am Hals der Ziege sei mittlerweile hart geworden. Wie die Krankheit verlaufen wird, ist derzeit nicht abzuschätzen. Kroni ist nicht die einzige im Stall, die Pflege braucht. Die Lahmheit einer Erstlingskuh hat Bauer Gerber erst als «Grippeli» eingeschätzt. Die Geschwulst unterhalb des Vorderknies führte bei genauerer Betrachtung dann aber zu einer Bisswunde. Auch hier dürfte der Wolf am Werk gewesen sein. «Wir weiden die Tiere zusammen», erklärt Gerber, da sei es naheliegend, dass er auch Kühe angreife.

Wie geht es weiter?

Zügeln die Bauern im Gebiet die Ziegen fort, dürften sich Angriffe auf das Rindvieh mehren. Davon ist der betroffene Landwirt überzeugt. Im Wolfskonzept des Bundes steht, dass das Töten von Nutztieren ohne Herdenschutz am hellen Tag grundsätzlich ein unbedenkliches Verhalten des Wolfes ist. Also werden auch Angriffe auf grössere Nutztiere keine Begründung für einen möglichen Abschuss des Wolfes im Gebiet Schangnau sein.
Quelle: Bauernzeitung Online 24.07.2018


M76 hat schon dutzende Tiere gerissen Berner Älpler wollen den Wolf tot sehen

SCHANGNAU BE - Ein Wolf riss in zwei Wochen im Emmental auf mehreren Alpen Schafe und Ziegen. Die betroffenen Älpler wollen nicht länger zuschauen: Sie fordern eine Abschussbewilligung für den Wolf.

Christian Gerber (62) und seine Frau Theres (56) sind wie jeden Sommer mit ihrer Viehherde auf der Wimmisalp bei Schangnau BE – doch in diesem Jahr ist der Alpsommer ein einziger Stress.

«Schon am ersten Abend suchte uns ein Wolf heim», sagt Gerber. «Gegen 17 Uhr kam er ganz nah an unsere Alphütte ran.» Gerber verscheucht den Wolf. Dennoch: Zwei Schafe sind verletzt. «In der gleichen Nacht kam der Wolf zurück und riss mehrere Tiere. Zwei Schafe mussten notgeschlachtet werden, von einem dritten fand ich nur noch einen Fuss.»

Schreckliche Erinnerungen, brutale Bilder

Die Gerbers sind nicht die einzigen Älpler, die diesen Sommer mit dem Wolf unliebsame Bekanntschaft machten. Der Wolf M76 riss schon letztes Jahr im Kanton Bern laut offizieller Jagdstatistik 31 Nutztiere. Ueli (56) und Esther Gfeller (53) sömmern ihre Geissen auf der Alp Tannisboden. Am 9. Juni passiert es auch bei ihnen: Die Rinderherde des SVP-Grossrats wird in der beginnenden Dämmerung unruhig. Geissenglocken bimmeln ununterbrochen.

Esther Gfeller erinnert sich: «Ich lief zum Stall hinüber, hatte Angst um meine Ziegen.» Die Alpkäserin macht eine schreckliche Entdeckung. «Ein Tier lag auf dem Boden. Die Geiss hatte Bissverletzungen am Hinterbein und am Hals. Ich musste zuschauen, wie mein Tier grausam verblutete.» Eine zweite Geiss hat Bissverletzungen am Euter.

Wölfe nicht vom Aussterben bedroht

Die Älpler sind wütend darüber, dass der Wolf nicht abgeschossen werden darf. «Wieso ist der Wolf nicht jagdbar?», fragt Bruno Hirschi (42). Auch er hat schon Tiere wegen des Wolfs verloren. «Uns hilft niemand. Der Wolf ist ja nicht am Aussterben.»

Die Gegner von Wolf, Bär und Luchs im Kanton Bern sind seit Frühling in einem Verein vereint. SVP-Grossrat Thomas Knutti (45) ist Präsident der Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern. Er weiss: «Die Leute haben Angst. Das Mass des Erträglichen ist längst überschritten. Beim Wolf gilt für uns Nulltoleranz.»

Keine Lust mehr auf Tiere auf der Alp

Registriert werden aber nur die Risse von Tieren, die durch einen Herdenschutzhund oder einen Zaun geschützt sind. Niklaus Blatter (42), Jagdinspektor im Kanton Bern: «Solange Nutztiere wie Schafe oder Ziegen ungeschützt auf Alpen gehalten werden, sind uns die Hände gebunden.»

Die Älpler aus Schangnau haben dafür kein Verständnis. «Wir können hier in diesen steinigen Berghängen keinen Zaun erstellen und auf einen Herdenschutzhund muss man mindestens zwei Jahre warten», sagt Bauer Christian Gerber.

Das Ehepaar Gfeller will seine restlichen Ziegen jetzt nicht mehr dem Risiko einer Wolfsattacke aussetzen. «Wir nehmen die Tiere von der Alp runter», sagt Ueli Gfeller. «Das ist zwar nachteilig für die Alp, weil so niemand mehr das Unkraut wegfrisst. Doch es ist grauenhaft, wenn ein Wolf ein Tier reisst, dass man einst grossgezogen hat.»

Ouelle: Blick Online 23.07.2018

 


Ein Wolf hat laut mehreren polnischen Medien zwei Kinder in den den polnischen Bieszczady-Bergen gebissen und wurde erlegt.

Es handelt sich vermutlich um dasselbe Tier, das Mitte Juni eine Touristin auf einem Campingplatz angegriffen hatte.

Wolf beißt Kinder

Am Dienstagabend wurden in Strzebowiska und Przysłup im polnischen Karpatenvorland nahe der slowakischen Grenze vermutlich zwei Kinder von einem Wolf angegriffen, wie polnische Medien berichten. Die verletzte Kinder wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Leben sei aber nicht in Gefahr.

Bei den Verletzten handelt es sich um ein acht Jahre altes Mädchen und einen zehnjähriger Jungen, bestätigte in einem Interview mit der Redaktion des tvnmeteo.pl Marta Tabasz-Bolzen, eine Sprecherin der Landespolizeizentrale in Rzeszów.

Wolf wurde umgehend erlegt

Ein Jäger erlegte den in Frage kommenden Wolf offenbar wenig später.

Die Polizeisprecherin fügte hinzu, dass die Kinder Bisswunden hätten, die im Krankenhaus in Lesko behandelt werden mussten. Da es sich um keine lebensbedrohlichen Verletzungen gehandelt haben, konnten sie am heutigen Mittwoch das Krankenhaus wieder verlassen.

Glücklicherweise waren die Wunden offenbar nicht so tief, dass bleibende Schäden zu befürchten sind, sagte Jan Matusik, Krankenhausleiter in Lesko. Dr. Sabina Pierużek-Nowak, die auf große Raubtiere spezialisiert ist, bringt die Vorfälle in Strzebowiska und Przysłup mit einem weiteren Wolfsangriff, der Mitte Juni in Wetlin stattfand in Verbindung. Dort wurde auf einem Campingplatz eine Urlauberin von einem Wolf attackiert, der sich in ihrer Wade verbiss. Die Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

Der Wolf hatte sich laut der Biologin nur schwer vertreiben lassen und hielt sich weiterhin in der Region auf. Schon damals traf man die Entscheidung, den Wolf zum Abschuss freizugeben, so Dr. Pierużek-Nowak. Es gelang jedoch nicht den Wolf tatsächlich zu erlegen.  Das Tier entkam und wurde nicht wieder gesehen. Bis jetzt.


Wolf oder Wolfshybrid?

Wie wahrscheinlich ist der Wolfshybrid?

Der brandenburgische Landesjagdverband und auch der linke Landtagsabgeordnete omas Domres interessierten sich aber sehr wohl dafür. Domres stellte eine Anfrage an das Umweltministerium. Dort zog man das Senckenberg Institut zurate. In 1.100 Proben, die es in den vergangenen zehn Jahren aus Brandenburg untersucht haben will, hatte es keine Hybriden bestätigen können. Warum, soll Nowak von Wurmb-Schwark in einem weiteren Telefonat erklärt haben. Seiner Erfahrung nach paarten sich Hunde nur äußerst selten mit Wölfen in freier Wildbahn. „Wir haben das gleiche Verfahren angewandt, das wir auch zur Abstammungsanalyse bei Hunden verwenden. Es ist international anerkannt und liefert zuverlässige Ergebnisse.

In den USA wird es genutzt, um Wolf-Kojoten- Mischlinge zu identifizieren“, kontert von Wurmb-Schwark Nowaks Erklärungen. Auch die spätere Unterstellung, sie sei zu dem Ergebnis gekommen, weil sie ausschließlich Timberwölfe als Referenz verwendet habe, weist sie lächelnd zurück. Sie habe mit ihren Mitarbeitern die umfangreiche Datenbank, die ihr als Vergleich diente, selbst angelegt. Es befänden sich ausreichend unterschiedliche Wolfsproben eindeutiger Herkunft darin

Häufig Wolfshybriden in Europa

Internationale Studien zeigen zudem, unabhängig von der verwendeten Methode, dass Hybridisierung zwischen Wölfen und Hunden kein selten oder neu auftretendes Phänomen ist. So fand eine 2017 veröffentliche Studie (Pilot et al. 2017) mit demselben Verfahren, das auch Senckenberg nutzt, heraus, dass es zwar keine sogenannten Hybridenschwärme in Europa gibt, aber doch 62 Prozent der untersuchten Wolfsproben eindeutig Hundegene aufwiesen. Und zwar solche, die auf stete Vermischung der beiden Canidenarten hindeuten. Besonders auffällig sei das Auftreten eines Gens, das eine schwarze Deckenfarbe verursacht. Etwa ein Viertel der europäischen Proben stammten aus Italien, der Rest zumeist aus Osteuropa. Die Studie zeigte auch, dass es in Europa viel häufiger zu Paarungen zwischen Wölfen und Hunden kommt als etwa in den USA oder Asien.

Mehr zum Thema unter: https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-deutschland/wolf-oder-wolfshybrid/4/


Wolf & Co: Ständerat will Jagdgesetz nicht zurückweisen

Eine linke Minderheit im Ständerat ist am Dienstagvormittag mit ihrem Antrag gescheitert, das Jagdgesetz an den Bundesrat
zurückzuweisen. Schon vor der Detailberatung war klar: Der Schutz von Wolf, Luchs und Biber wird gelockert. Ein Referendum steht im Raum.

Der Umgang mit dem Wolf und anderen Beutegreifern gibt im Parlament seit Jahren zu reden. Wie erwartet wurde bereits die Eintretensdebatte in der kleinen Kammer emotional geführt.

Während zweieinhalb Stunden ging es oft um grundsätzliche Fragen, bei denen verschiedene Ideologien aufeinandertrafen. Es ging um mehr als um Wildtiere. "Wir sprechen über die Koexistenz von Stadt- und Bergbevölkerung", sagte etwa Stefan Engler (CVP/GR).

"Thema versachlichen"

Dabei hatte Kommissionssprecher Roland Eberle (SVP/TG) zu Beginn an seine Ratskollegen appelliert: "Wir müssen ein sehr emotionales Thema versachlichen." Das geltende Jagdgesetz aus dem Jahr 1988 müsse an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Es gehe hier nicht um die Ausrottung von Tieren.

Umweltministerin Doris Leuthard appellierte an die Vernunft des Parlaments: "Wenn wir die Stunden zusammenzählen, in denen wir uns mit diesem Thema befassen, dann ist das unangemessen." Trotzdem müsse das Gesetz angepasst werden.

"Reines Abschussgesetz"

Das sahen die linken Ständeräte freilich anders. Die Vorlage in der vorliegenden Form sei ein "reines Abschussgesetz", kritisierten sie. Damit übernahmen die linken Kantonsvertreter das Wording von Umwelt- und Tierschutzorganisationen. Diese hatten bereits am Montag mit dem Referendum gedroht, sollte der Schutz von Wildtieren gelockert werden.

Stattdessen sollte das Gesetz aus ihrer Sicht an den Bundesrat zurückgewiesen werden mit dem Auftrag, eine Revision vorzulegen, "welche in ausgewogenem Masse die Notwendigkeit zusätzlicher Tierschutzmassnahmen berücksichtigt und gleichzeitig die Regulierung bestimmter Arten ermöglicht".

Laut Robert Cramer (Grüne/GE) wird mit der Änderung des Jagdgesetzes der Artenschutz in der Schweiz grundsätzlich infrage gestellt. "Das Gesetz ist nicht ausgewogen." Er sage dies als Genfer. Wie viele andere Menschen in der Schweiz habe er keinen direkten Bezug zur Jagd, in seinem Kanton sei das Jagdverbot in der Verfassung verankert. Dank dieser Distanz könne er ohne Emotionen entscheiden.

"Hysterie fehl am Platz"

Werner Hösli (SVP/GL) drehte den Spiess sogleich um. Aus seiner Sicht müsse die unterschiedliche Betroffenheit der Kantone und Regionen dringend berücksichtigt werden. Die Befürworter einer Revision wollten keine Wildwestmethoden. "Halten Sie die Kantone nicht für unfähig und rüsten Sie sie mit den notwendigen Kompetenzen aus."

Auch Beat Rieder (CVP/VS) konterte die Kritik von Links-Grün. "Die Hysterie von Umweltverbänden ist fehl am Platz." Flora und Fauna seien gerade im Wallis durch die Revision des Jagdgesetzes nicht bedroht. Auch wollte Rieder nichts davon wissen, dass Wildtiere generell am Pranger stünden.

Nichtsdestotrotz sei der Wolfsbestand exponentiell gestiegen, sagte Rieder. "Wir dürfen die Kontrolle nicht verlieren." Schutzhunde alleine hälfen nicht. Das zeige das Beispiel Frankreich. Die Entwicklung dort dürfe nicht verharmlost werden.

"Nicht überschiessen"

Martin Schmid (FDP/GR) bezeichnete die Schweizer Jagdpolitik als pragmatisch. "An den Spitzen der Jagdämter sitzen keine Sheriffs, sondern demokratisch gewählte Politiker." Wenn ein Bär in Lenzerheide über den Golfplatz spaziere oder in Trin ein Wolf vor der Poststelle stehe, müsse einen das aber schon zu denken geben.

Der Rückweisungsantrag scheiterte schliesslich erwartungsgemäss deutlich - mit 29 zu 14 Stimmen. Nun beugt sich der Ständerat über verschiedene Details der Vorlage.

Erst danach wird ersichtlich sein, wie jagd- respektive umweltfreundlich das Gesetz ausgestaltet wird. Selbst bürgerliche Politiker aus Jagdkantonen mahnten zur Vorsicht: "Wir dürfen nicht überschiessen", sagte Werner Luginbühl (BDP/BE). Geschehe dies, sei das Risiko gross, dass die Jagdgesetz-Revision an der Urne abgeschossen werde.
Quelle: BauernZeitung Online 5.06.2018


ein Bär rennt vor einem Auto auf der Hauptstrasse

Am Pfingstsonntag war Marcel Thönen (22), Student aus Worblaufen, im Ausgang in Interlaken. Als sein Kollege und er sich kurz nach Mitternacht auf den Heimweg machten, einigten sie sich auf die Route am rechten Seeufer des Thunersees entlang. «Wir sprachen noch kurz darüber, dass wir auf Wildtiere acht geben müssen. Wir dachten vielleicht an einen Igel oder so», sagt Thönen.

Doch vor dem letzten Tunnel kurz vor der Beatenbucht muss der 22-Jährige wegen etwas deutlich Grösserem auf die Bremse treten. «Ich hielt mitten auf der Strasse an, weil ich im Tunnel etwas Grosses, Braunes sah.» Als sich das Pelzknäuel bewegte, erkannten sein Kollege und er, dass es sich um einen Bären handeln muss. «Ich war schockiert. Mit so etwas habe ich nicht gerechnet.»

Dann springt der Bär weg und Thönen fährt ihm langsam hinterher. «Ich hatte keine Angst, ich fühlte mich im Auto relativ sicher. Aber der Bär war offensichtlich verängstigt», sagt der Student. Die Begegnung war für ihn sehr eindrücklich. «Irgendwie denkt man gar nicht daran, dass man in der Schweiz einem Bären begegnen könnte», sagt Thönen. «Zudem kommt ein Kilometer weiter schon das nächste Dorf – Merligen.»
Quelle: 20 Minuten Online, 21.05.2018


Norwegen: rekord bei wolfstötung

 

 

In Norwegen sind in diesem Winter so viele Wölfe getötet worden wie nie zuvor. Jäger hätten 30 Tiere geschossen, teilte das Umweltministerium am Freitag mit. Grund für die Rekordzahl sei die erhöhte Quote: Die norwegische Regierung hatte für diesen Winter 42 Wölfe zum Abschuss freigegeben, davon 16 auch am Rand einer Schutzzone an der norwegisch-schwedischen Grenze. Die Jagdsaison ist seit dem 31. März beendet. Im Winter 2016/17 wurden laut Ministerium etwas mehr als 100 Wölfe in Norwegen gemeldet, eine grosse Mehrheit davon in der Schutzzone an der Grenze zu Schweden. Im Nachbarland Schweden wurden in diesem Winter 48 Wölfe getötet. Wölfe sind in Skandinavien geschützt. Ihr Bestand wird aber kontrolliert, weil sie jedes Jahr auch mehrere hundert Schafe reissen.
Quelle: Schweizerbauer

Wölfe sollen ein kalb ein kalb gerissen haben

Wölfe sollen bei Lieberose ein rund 100 Kilo schweres Kalb aus einem Stall herausgezerrt und gerissen haben. Gentechnische Untersuchungen laufen, um in dem Fall für Klarheit zu sorgen. Von Michael Lietz Brandenbrug Aktuell rbb 25.04.2018

Im Kälberstall der Agrargenossenschaft "Trebitz - Klein Muckrow" bei Lieberose sollen Wölfe ein rund 100 Kilogramm schweres Jungtier gerissen haben. Die Mitarbeiter fanden neben den Innereien nur noch wenige Teile des Kalbes. Silvia Balzer, Geschäftsführerin der Agrargenossenschaft, geht davon aus, dass die Räuber unter den Gitterstäben her krochen und das Tier rissen: "Das haben sie dann vor der Box getötet und es dann 30 Meter aus dem Stall gezogen. Dort haben sie den Rest gefressen." Vor dem Stall zeigt Balzer auf eine etwa 50 Zentimeter breite Blutspur, die sich von der Kälberbox bis nach draußen zieht.
Von dem Tier ist nicht viel übrig geblieben: Hinterbeine, Teile der Wirbelsäule, der Schädel und Rippen. Alles andere sei - inklusive Ohrenmarke - spurlos verschwunden. "Die müssen Hunger gehabt haben", sagt Balzer.

Möglicherweise mehrere Tiere unterwegs

 

Das Landesamt für Umwelt teilte schriftlich mit, dass ein Rissgutachter noch am selben Tag den Schaden dokumentierte. Nach seiner Einschätzung sei der Wolf als Verursacher nicht auszuschließen. Die lange Schleifspur, die Größe und das Gewicht des Kalbes ließen auch darauf schließen, dass es sich um mehrere Wölfe gehandelt haben könnte. Der Gutachter hat Speichelabstriche gemacht und Losungen eingesammelt. Das Material wird jetzt untersucht.

Das Landesamt teilte weiter mit, dass dem Agrarbetrieb empfohlen wurde, den Stall besser zu sichern. Geschäftsführerin Balzer fürchtet indes, dass Wölfe zurückkehren könnten. Aus Angst vor ihnen habe man den Stall über Nacht wieder geschlossen. "Das gefällt uns aber nicht, weil es ja schön ist, wenn die Luft durchziehen kann." Balzer und ihre Mitarbeiter wollen nun weitere Schutzmaßnahmen testen, so zum Beispiel Gitter, die sich vor den offenen Toren anbringen lassen.

Zäune müssen sicher sein

 

Wer die nötigen Schutzmaßnahmen zahlen soll, ist zunächst noch unklar. Laut dem Landesamt für Umwelt könnte es aber Fördermittel geben. Dass Wölfe jetzt auch in Ställen Beute machen, sei aber weiterhin ein Einzelfall - der sich jedoch wiederholen könnte.

In einer Erstberatung wurden dem Tierhalter deshalb Schwachstellen der Anlagen aufgezeigt und Vorschläge zur sofortigen Abhilfe gemacht. Dazu gehöre auch ein wolfssicherer Zaun.

Ähnlicher Vorfall in Oberspreewald-Lausitz

Ein ähnlicher Vorfall, der sich vor zwei Wochen in Lindenau (Oberspreewald-Lausitz) ereignete, wird aktuell noch vom Landesamt geprüft. Laut Zeugenaussagen soll hier ein Wolf ein drei Tage altes Kalb gerissen haben. Die Untersuchungen durch Veterinärpathologen konnten dies jedoch noch nicht eindeutig bestätigen, die Ergebnisse der Genanalyse stehen noch aus.

 


Wolf reisst trächtige Hirschkuh bei Schulhaus

 
 

Wölfe haben in der Nacht auf Dienstag beim Schulhaus in Vättis SG eine Hirschkuh gerissen. Tags darauf schlichen Wölfe ums Dorf. Die Anwohner sind besorgt

 
In Vättis SG wurde in der Nacht auf Dienstag eine trächtige Hirschkuh gerissen – in unmittelbarer Nähe zum Schulhaus. Das ungeborene Kalb ist im aufgerissenen Mutterleib eingegangenen. «Es sieht nach einem Wolfsriss aus», sagt Martin Keller von der Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichem Lebensraum (VWL). Die Vereinigung hat Bilder von Anwohnern zugestellt bekommen, die das Wolfsrudel am Dienstag Vormittag am Dorfrand beobachtet haben wollen.
Quelle: 20Minuten Online 02.05.2018

Der Wolf im Hundepeltz (online Artikel NZZ)

Paaren sich Hund und Wolf, müssen deren Nachkommen geschossen werden. Wie kann das sein
Das Raubtier ist nach Jahrzehnten in unsere Wälder zurückgekehrt. Aber ist es auch wirklich der Wolf oder in Wahrheit ein Mischling, der nicht unbedingt schützenswert ist?

Seit den 1990er Jahren wandern wieder Wölfe aus den Nachbarländern in die Schweiz und nach Deutschland ein. Der Wolf ist geschützt und darf generell nicht geschossen werden. Aber wenn der Wolf gar kein Wolf wäre, wäre die Situation dann eine andere? In einer deutschen Gegend ist in letzter Zeit der Verdacht aufgekommen, dass der Wolf tatsächlich ein Wolf-Hund-Mischling ist. Bewohner wollen Hybriden – wie die Mischlinge im Fachjargon heissen – erkannt haben.

«Einige der Wölfe in unserer Gegend sind zumindest optisch nicht sofort dem Wolf zuzuordnen», sagt Anne Friesenborg aus dem deutschen Bundesland Niedersachsen. Sie vermutet, dass der vermeintliche Wolf-Hund-Mischling wegen seiner Hunde-Gene weniger scheu, aber dafür weiterhin gefährlich wie ein Wolf sei. «Ich frage mich, ob die Tatsache, dass sie den Menschen so nahe kommen, auf eine Hybridisierung zurückzuführen ist.» Sie habe den Wolf schon mehrmals in ihrem Heimatort Bannetze gesichtet und auch schon beobachtet, wie er Kinder angeknurrt habe.

Friesenborg ist nicht alleine mit diesem Gefühl. Auch in der Schweiz schliessen Landbewohner und Nutztierbesitzer eine Hybridisierung von Wölfen nicht aus.

Die Wissenschaft zwischen den Fronten

Das Thema Hybridisierung bringt nun auch die Wissenschaft in einen Konflikt: Pro Land gibt es ein Institut, das offiziell für die genetische Untersuchung von Wölfen zuständig ist. In der Schweiz ist es das Labor der Universität Lausanne, in Deutschland das Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen. Letzteres wird nun von einem weiteren Genforschungsinstitut herausgefordert. Das Institut für forensische Genetik und Rechtsmedizin (ForGen) in Hamburg hat ebenfalls Wolfsproben untersucht und dabei Ergebnisse erhalten, die den offiziellen Daten des Senckenberg-Instituts widersprechen. Wo Senckenberg den europäischen Grauwolf erkannt haben will, sieht ForGen Hybriden nachgewiesen. «Die Proben stammen von Privatleuten, die uns Proben von angeblichen Wolfsrissen oder Kotproben eingereicht haben mit der Bitte, diese zu untersuchen und festzustellen, ob es sich bei dem Verursacher um einen Wolf handelt», sagt Nicole von Wurmb-Schwark von ForGen, eine geprüfte Fachabstammungsgutachterin und Spurensachverständige.
Weiterführende Infs unter:

Neue Zürcher Zeitung

https://www.nzz.ch


Bewohner im Urserental im Kanton Uri wehren sich gegen Hunde, die eigentlich Schafherden vor dem Wolf beschützen sollen. Die Hunde seien nämlich selber gefährlich, sagt Columban Russi von der Interessengemeinschaft Keine Herdenschutzhunde: «Wir haben in den letzten vier Jahren vermehrt schlechte Erfahrungen gemacht. Die Hunde haben Touristen verängstigt und es ist sogar zu Attacken gekommen. Die Herdenschutzhunde haben Touristen gebissen», sagte er gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».

Negativ für Sommertourismus

Dies könne sich das Urserental nicht leisten, sagt Russi: «Wir investieren sehr viel Geld für den Sommertourismus. Darum können wir solche Hunde nicht akzeptieren, die uns den Sommertourismus schmälern oder ihn negativ beeinträchtigen.»

Nun haben rund 150 Bewohner eine Initiative unterschrieben, die den Einsatz solcher Herdenschutzhunde verbieten soll und diese bei der Korporation Ursern eingereicht, heisst es im Bericht weiter. Dazu Talammann Hans Regli von der Korporation Ursern: «Die Initiative ist absolut gerechtfertigt. Wir haben jetzt zwei Probleme – neben dem Wolf haben wir jetzt noch agressive Hunde.» Jetzt brauche es Lösungen. «Der Tourismus bei uns ist im Aufbruch, wir können nicht einfach zuschauen, wie Touristen weiterhin gebissen werden», so der Talammann.


Nun wird die Initiative rechtlich geprüft, sagt Regli: «Die Korporation sucht Alternativen zum Schutz vor dem Wolf.» Die Tiere würden den ganzen Tag behirtet. Angesprochen auf Lösungsansätze sagt er: «Am Abend könnten die Tiere eingezäunt werden. Den Zaun könnten wir bis auf eine Höhe von 1,20 Meter einnetzen. Dies garantiert keine 100-prozentige Sicherheit, ist jedoch mehr als eine akzeptable Lösung.»

Als nächstes wollen die Initianten mit der Korporation zusammensitzen und eine Lösung für das Herdenschutzhund-Problem suchen. Falls keine Einigung erzielt werden kann, sollen die Bewohner des Urserentals im Mai über das Schutzhund-Problem abstimmen.


Jäger setzt sich für den Wolf ein – und bekam Morddrohungen

HOCHJAGD ⋅ Peter Imboden ist einer von 2400 Jägern im Wallis, die dieses Jahr insgesamt 5200 Tiere auf der Hochjagd erlegt haben. Was ihn von seinen Jagdkollegen unterscheidet, ist die Sympathie für den Wolf.

Neue Luzerner Zeitung: Stefan Borkert

 

5.15 Uhr im Walliser Val d’Anniviers auf 2000 Metern Höhe. Es ist noch stockdunkel an diesem späten Septembermorgen. Plötzlich steht Peter Imboden da, das Gewehr geschultert, den Rucksack fixfertig gepackt. Worte werden wenige gewechselt. Die Jagd ist ein stilles Geschäft. Zuerst Ansitzen über der Baumgrenze und dann Pirsch steht auf dem Programm. Am Nachmittag wird er die Talseite wechseln und zu seinen Kollegen auf die Jagdhütte steigen. «Das gibt wieder lebhafte Diskussionen», sagt er später beim Mittagessen in Chandolin, denn Peter Imboden ist eine sehr seltene Spezies Jäger im Wallis. Er findet, dass der Wolf seinen Platz in der Schweiz und auch in seiner Heimat, dem Wallis, hat: «Für mich ist der Wolf kein Konkurrent.» Im Gegenteil: «Der Wolf ist ein faszinierendes Tier. Er ist Teil der Biodiversität. Er gehört hierher. Er ist von alleine zurückgekommen und nun soll er auch bleiben dürfen», sagt er.

Sicher, früher war er gegen den Wolf wie praktisch alle Jäger auch. Doch dann lernte er in den USA im Yellowstone-Nationalpark die Wölfe erstmals richtig kennen. Verantwortlich dafür war nicht nur die Liebe des Jägers zur Natur, sondern auch seine Lebensgefährtin und unter anderem diplomierte Swiss Rangerin Claudia Müller, die ihm die Wölfe näherbringen wollte. Keine Frage, das hat die Therapiebegleithunde-Führerin aus dem Schwabenland geschafft. «Diese Tour hat mir die Augen geöffnet», sagt Peter und fährt fort: «Das Zusammenleben mit den Grossraubtieren, also Wolf, Bär und Luchs, kann funktionieren. Davon bin ich überzeugt. Ich sehe das als Chance an.»

Freundschaften auf dem Prüfstand und Morddrohungen erhalten

Peter ist keiner, der mit seiner Meinung hinterm Berg hält. Offensiv vertritt er seine Überzeugungen, auch wenn das unbequem sein kann. Wegen seiner Wolfsansichten hat er verbale Morddrohungen bekommen und jahrelange Freundschaften drohten zu zerbrechen. Anfeindungen gibt es immer noch und Diskussionen mit den Jagdfreunden. Und doch sind auch Freundschaften geblieben, war die Freundschaft untereinander wichtiger als die Meinung zu einem einzelnen Thema, auch wenn es sich um das hochemotionale Thema Wolf handelt. In der Augstbordregion habe man vor 150 Jahren den letzten Wolf geschossen und dort habe er sich nun als erstes wieder niedergelassen. «Also dem Wolf passt es hier», sagt er. Die Zukunft der Wolfsfamilie in der Augstbordregion ist allerdings ungewiss. Peter hegt den Verdacht, dass klammheimlich, mit Duldung der Wildhut, Jagd auf die Wölfe gemacht wird. «Solche Sachen werden einfach totgeschwiegen und fertig. Das ist meine persönliche Meinung. Mit solchen Aussagen mache ich mir keine Freunde», weiss er genau. Doch der gelernte Bäcker ist seit 17 Jahren Jäger und war selber 12 Jahre lang Hilfswildhüter. Diesen Schein hat er allerdings aus Protest zurückgegeben, weil die Behörden die Wolfswilderei duldeten. Vor Kurzem hat er alle Module für Rangerprüfung bei den Swissrangers absolviert. Die Abschlussprüfung folgt Ende März 2018. Gerne führt er Gruppen auf Exkursionen, wie vor kurzem eine Gruppe Mitarbeiter vom Tierpark Goldau. Gerade auch Jugendlichen bringt er die Berge, die Natur und im Speziellen das Thema Wolf nahe.

Illegale Wolfsabschüsse im Wallis, kehrt er zum Thema zurück, seien bisher ohne Konsequenzen für den Wilderer geblieben. «Man weiss, wer es war, aber es ist schwer, das nachzuweisen.» Man könne das mit den heutigen Methoden sicher leisten – wenn man wolle. Erst im Februar ist im Val d’Anniviers wieder illegal eine Wölfin erschossen worden. Doch die Zeiten könnten sich auch im Wallis ändern. Tatsächlich kommt nächstes Frühjahr ein Fall aus dem Jahr 2016 vor Gericht. Vor dem Bezirksgericht Brig ist ein Wilderer angeklagt, der im März 2016 am Rhôneufer einen Wolf illegal erschossen haben soll.

Neue Luzerner Zeitung 27.12.2018/Stefan Borkert


Gesehen zwischen Wiggen und Escholzmatt... Ende November 2017


Der Einsiedler Wolf ist überführt

In der Nacht auf Sonntag, 8. Oktober, hat ein Wolf in der Region Einsiedeln eine Schafherde angegriffen. Vier Schafe sind dabei verendet. Mittlerweile ist klar, dass es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt hat. Von der Abteilung Jagd im Umweltdepartement wurden beim Kompetenzzentrum für Grossraubtiere (Kora) im Bundesamt für Umwelt zwei DNA-Analysen eingereicht.

Wie Manuel Wyss, Abteilungsleiter für die Jagd im Umweltdepartement, gestern auf Anfrage sagte, hat eine der Proben bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen Wolfsriss handelt. «Wir haben zwei Proben eingeschickt, eine davon war nicht interpretierbar, die andere belegt eindeutig einen Wolf.» Damit sei mit der Analyse aber erst die Artbestimmung gemacht. Noch habe man kein Resultat der Individualanalyse. Um die DNA-Probe auch einem bestimmten Wolf zuordnen zu können, brauche es mehr Zeit. Die Individualanalyse aus Bern wird auf Ende November erwartet.

Ist ein zweiter Wolf im Gebiet aktiv?

Ob es sich beim aktuellen Riss um den in der Region bekannten Wolf M52 handelt, ist zurzeit noch alles andere als klar. M52 konnte mit Kot und Haarproben eindeutig bestimmt werden. Er lebt schon länger im Grossraum Einsiedeln und hat noch nie Nutztiere angegriffen. «M52 war bis anhin noch nie auffällig», sagt Manuel Wyss, «es kann also gut sein, dass die aktuelle DNA-Probe von einem anderen Wolf stammt.» Dies würde bedeuten, dass ein zweiter Wolf im Grossraum Einsiedeln lebt.

Die genaue Zuordnung einer DNA-Analyse bekommt dann Gewicht, wenn es darum geht, dass ein Wolf erlegt werden muss. Denn erst wenn ein Wolf erhebliche Schäden anrichtet, kann der Kanton eine Bewilligung zum Abschuss erteilen. Wölfe können erlegt werden, wenn sie im ersten Jahr ihres Auftauchens mindestens 35 Schafe oder Ziegen in vier Monaten oder 25 Nutztiere in einem Monat gerissen haben. In den Folgejahren wird ein Abschuss ab 15 gerissenen Nutztieren innert vier Monaten möglich. Kommt es zur Rudelbildung, kann der Kanton mit Zustimmung des Bafu den Bestand regulieren, wenn im Streifgebiet eines Wolfsrudels mit Jungtieren mindestens 15 Nutztiere innerhalb von vier Monaten getötet wurden.

In Oberiberg ist es derweil am vergangenen Samstag zu zwei weiteren Rissen in einer Damwildzucht gekommen. Beide Tiere sind dabei verendet. Noch ist nicht bekannt, wer für den Riss verantwortlich ist. Eines kann aber ausgeschlossen werden: Dieses Mal war es kein Wolf. Das konnte das Kora anhand der Rissbilder ausschliessen.
Quelle NLZ 03.11.2017


Wolf reisst in Sigriswil acht Schafe

Am Sigriswiler Grat oberhalb des Thunersees hat ein Wolf vergangene Woche acht Schafe getötet. Dies ist im laufenden Jahr der grösste Wolfsriss im Kanton Bern. Insgesamt verzeichneten die Behörden seit April 2017 neun Vorfälle mit total 26 gerissenen Schafen und Ziegen.

Der jüngste Angriff eines Wolfs geschah am 14. September am Sigriswiler Grat. Die Berner Volkswirtschaftsdirektion (VOL) bestätigte am Dienstag die Aussagen eines Schafhalters aus Unterlangenegg.

«Es waren schreckliche Bilder», sagt Augenzeuge Rudolf Krähenbühl, der zusammen mit Schafhirt Franz Saurer am Tatort war und sich bei der «Berner Zeitung» gemeldet hat. Acht tote Schafe habe der entsetzt Hirt auf dem Sigriswiler Grat gefunden. Krähenbühl fügt an: «Wie viele Tiere müssen noch sterben, bis der Wolf zum Abschuss freigegeben wird?» Auf dem Sigriswiler Grat sömmern rund 450 ­Schafe.

War es wieder M74?

Beim Riss in Sigriswil sei auf die Entnahme von DNA verzichtet worden, weil klare Hinweise auf den Wolf bestünden, erklärte VOL-Sprecher Niklaus Bernhard. Deshalb ist offen, ob es sich um den gleichen Wolf handelt, der im August in Schangnau bei drei Vorfällen insgesamt drei Schafe und zwei Ziegen gerissen hatte.

Gemäss einer Statistik der Volkswirtschaftsdirektion wurde zuletzt am 8. September in Eriz ein Wolfsriss verzeichnet. Damals starb ein Schaf. Noch ausstehend ist die Abklärung eines Vorfalls vom 4. September aus dem selben Ort.

Einem bestimmten Wolf zugeordnet ist bislang nur der erste in der Statistik registrierte Vorfall vom 11. April in Guttannen. Wolf M74 wird dafür verantwortlich gemacht, dort drei Schafe gerissen zu haben. Der Rüde war Anfang Jahr bereits im Diemtigtal im Berner Oberland beobachtet worden. Er stammt aus Italien.

Abschuss nach 25 Rissen innerhalb eines Monats

Ebenfalls bestätigte Risse gibts in Gurzelen, wo ein Wolf auf einer Weide direkt vor der Haustür eines Schafzüchters drei Schafe riss nur sieben Kilometer vor den Toren Thuns.

Damit ein Wolf zum Abschuss freigegeben wird, müssen gemäss Wolfskonzept Schweiz einem einzelnen Tier 25 Risse pro Monat nachgewiesen werden können.


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Es brennt!
Am 15. September 2017 werden schweiz- und europaweit Mahnfeuer entfacht.
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Wölfe rissen dutzende Schafe

OBWALDEN ⋅ In der Nacht von Sonntag auf Montag sind im Gebiet Hohmad zwischen Melchtal und Engelberg auf einer Alp mehrere Schafe gerissen worden. Der Obwaldner Jagdverwalter geht von einem Wolf als Täter aus.

In der Nacht von Sonntag auf Montag sind im Gebiet Hohmad zwischen Melchtal und Engelberg auf einer Alp mehrere Schafe gerissen worden. «Aufgrund des Rissbildes gehen wir momentan vorsichtig davon aus, dass es ein Wolf war», bestätigt der kantonale Jagdverwalter Cyrill Kesseli auf Anfrage. «Mit Sicherheit können wir das aber erst nach Auswertung der DNA-Proben der Bissspuren sagen.» Bis diese Proben ausgewertet seien, dauere es rund drei Wochen. Zuerst werde man erfahren, ob es überhaupt ein Wolf war, etwas später dann, welcher genau.

Insgesamt sind auf der Alp Hohmad acht Schafe umgekommen, mehrere werden noch vermisst. Beim Eintreffen des Wildhüters vor Ort hätten einige Schafe noch gelebt, man hätte sie wegen der Verletzungen aber erlösen müssen, sagt Cyrill Kesseli. «Wir wissen, dass im fraglichen Gebiet ein Wolf unterwegs ist. Es gab Sichtungen, und im Juli ist er auch in eine Fotofalle getappt. Wir haben die Schafhalter am 26. Juli per SMS darüber informiert.» Die Herde auf der Hohmad sei nicht von einem Herdenschutzhund geschützt worden und habe sich auch nicht in einem wolfssicheren Zaun befunden.
Quelle: Neue Luzerner Zeitung Online 24.08.2017


Schutzhunde ängstigen Wanderer und Biker

Schafhirt Ernst Vogel hat sich vor vier Jahren drei Schutzhunde für seine rund 1100 Schafe angeschafft. «Ich will nicht einfach Futter für den Wolf produzieren», sagt er zur Luzerner Zeitung. Doch genau diese Hunde machen seit einiger Zeit Probleme, die Stimmung im Urserntal ist angespannt: Denn die massigen Tiere bellen laut, wenn jemand der Herde zu nahe kommt, und jagen den Wanderern Angst und Schrecken ein. Vergangene Woche soll ein Hund gar einen Biker angegangen haben, sodass dieser stürzte. Zudem biss ein Hund kürzlich eine Ziege, die sich in die Schafherde wagte. Sie musste danach geschlachtet werden

 

Tourismusdirektor ist ebenfalls kritisch

Eigentlich würden die Hunde nur ihre Arbeit machen, sagt Vogel: «Sie müssen eingreifen, wenn jemand der Herde zu nahe kommt. Hunde, die nicht reagieren, halten auch einen Wolf nicht ab.» Herunterspielen wolle er die Probleme aber keineswegs. Die Situation sei für ihn sehr schwierig, er werde im Urserntal angefeindet. «Viele Leute wollen, dass ich mit meinen Hunden verschwinde. Andererseits muss ich ja die Herde vor dem Wolf schützen», sagt der Hirt. Auch Behörden stehen den Schutzhunden kritisch gegenüber. Der Andermatter Tourismusdirektor Flurin Riedi etwa sagt: «Wir sind vom Einsatz von Herdenschutzhunden in der Unteralp überhaupt nicht begeistert.» Im Tourismusbüro hätten sich viele Wanderer beklagt, weil sie Angst vor den Hunden hätten.

 

Eine Zwickmühle

Besitzerin der Urschner Alpen, wo auch Ernst Vogel seine Schafe im Sommer weiden lässt, ist die Korporation Ursern. Talammann Hans Regli sagt, es gebe viele Reklamationen: «Mit dem Wolf hatten wir ein Problem. Jetzt haben wir zwei.» Denn das Unteralptal sei ein Naherholungsgebiet, in dem sich viele Biker und Wanderer aufhielten. «Tourismus und Herdenschutzhunde vertragen sich leider schlecht», so Regli.

Doch einfach verbieten könne man die Hunde nicht. Ihm sei klar, dass der Schäfer seine Tiere schützen müsse. «Wir sind also wirklich in einer Zwickmühle», sagt Regli. «Wir wissen nicht, wie wir die Problematik lösen sollen.» Am liebsten wären dem Talammann wolfsfreie Zonen.

«Man kann das Verhalten nicht abtrainieren»

Die Fachstelle Herdenschutzhunde arbeitet im Auftrag des Bundes – ihr sind die Probleme bekannt: «Das Zusammenspiel mit dem Tourismus ist eine sehr grosse Herausforderung», sagt Fachstellenleiter Felix Hahn. «Doch Hunde sind in den Alpen der einzige effektive Schutz vor dem Wolf.» Denn Schutzzäune seien für viele Alpen nicht praktikabel.

Es werde aber ein grosser Aufwand betrieben, um die Risiken so gering wie möglich zu halten. So würden die Hunde speziell geschult und Wanderwege teilweise abgezäunt, um Begegnungen von Vornherein zu verhindern. «Doch man kann den Hunden ihr Verhalten nicht abtrainieren», sagt Hahn. «Das ist ihr Instinkt. Genauso kann man den Leuten die Angst vor Hunden kaum ausreden.

Quelle: 20 Minuten 28.07.2017


Wölfe reißen 60 Schafe - Bauern holen Tiere von Alm

Ärger, Wut, Besorgnis und vor allem Angst um ihre Tiere haben Südtirols Schafzüchter. Sie haben ihre Schäflein auf einer Weide am Fedaiapass, wo binnen einer Woche 60 Tiere von einem Rudel Wölfe gerissen wurden.

 

Eines der gerissenen Schafe. - Foto: Birgit Heiss

Eines der gerissenen Schafe. - Foto: Birgit Heiss

 


 

"Es sind jetzt 60 tote Tiere", berichtet Birgit Heiss aus Verschneid/Mölten gegenüber STOL. Seit 35 Jahren hat ihr Vater seine Schafe auf einer Weide am Fuße der Marmolata. Noch nie hat es so etwas gegeben.
Auf der Weide, die einem Möltner gehört, weiden alljährlich an die 300 Schafe von Bauern aus Mölten, Tisens und dem Eggental. Nun sind Mensch und Tier in Aufruhr, denn ein Wolfsrudel treibt sich in der Gegend herum und "profitiert vom Überangebot", so Heiss.

Aufmerksam geworden sei man, als keine Lämmchen bei den Mutterschafen aufgefunden wurden. "Die Wölfe haben sie wohl mitgenommen, weil sie klein genug sind", so Heiss. Die gerissenen Kadaver der ausgewachsenen Tiere nun aber blieben an Ort und Stelle zurück. Mittlerweile rund 60 an der Zahl. 

Familie Heiss hat von 26 Tieren 7 verloren. "Die restlichen haben wir nun nach Hause geholt", berichtet die erzürnte Frau. Durch das Weiden auf den eigenen Wiesen würde im Winter dann das Fütter für die Tiere fehlen und müsse zugekauft werden. Auch anderen Bauern ergeht es gleich. 

Hoffnung, dass sich etwas ändert hat Heiss indes nicht. "Der Wolf ist zu sehr geschützt. Es wird soweit kommen, dass keine Tiere mehr auf den Almen weiden

 


Italien: Rentner von Bär angegriffen

Ein 70-jähriger Rentner ist am Samstagabend im italienischen Trentino von einem Braunbären angegriffen worden. Der Mann machte einen Spaziergang auf einem Weg unweit des Lamar-Sees im Raum von Terlago, als er attackiert wurde. Der Mann, der mit seinem Hund unterwegs war, erlitt Verletzungen an den Armen und an den Beinen. Auch der Hund wurde verletzt.

Der Mann rettete sich, in dem er in eine Rinne sprang. Er wurde mit einem Helikopter ins Spital von Trient geflogen, wo er behandelt wurde. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, berichteten italienische Medien.

Die Braunbären in der norditalienischen Region Trentino vermehren sich und sorgen für Probleme. In den vergangenen Jahren haben sie wiederholt Menschen angegriffen.

Mehr als 50 Braunbären (Ursus arctos) leben zurzeit im Trentino. Im Jahr 1999 startete ein Interreg-Projekt, unterstützt von der Europäischen Gemeinschaft, mit dem Ziel, die im nordwestlichen Trentino heimische Braunbärenpopulation als letzte innerhalb der Alpen zu erhalten. Damals wurden neun Braunbären in der Gegend freigesetzt.
Quelle: Bauernzeitung Online 24.07.2017


Frankreich: Bär tötet über 200 Schafe

Auf der Flucht nach einem Braunbären stürzte in Frankreich eine Herde Schafe von einer Klippe. Die Bauern machen jetzt die Regierung dafür verantwortlich.

Ein Braunbär wollte am Sonntag an der französischen Grenze zu Spanien nur ein Schaf reissen, tötete dabei aber die ganze Herde. Denn nach dem Angriff in den Pyrenäen gerieten die restlichen 209 Tiere in Panik und fielen auf der Flucht vor dem Bären eine rund 200 Meter hohe Felswand hinab. Das berichtet die spanische Zeitung «ideal».

Die Kadaver von 169 Schafen wurden am nächsten Tag am Fuss der Klippe auf spanischem Boden gefunden, die übrigen Tiere auf französischem. Wie die spanische Nachrichtenagentur «Europa Press» berichtet, sei auf einem der toten Schafe Bärenfell gefunden worden.

Bären aus Slowenien angesiedelt

Obwohl die französische Regierung die Bauern für ihren Verlust entschädigen wird, löst der Fall bei den Schäfern scharfe Kritik aus: «Wir befürworten die naturbelassene Weidewirtschaft. Diese sorgt für Artenreichtum in den Bergen. Damit meinen wir jedoch nicht die Wiederansiedlung von Raubtieren», zitiert die Lokalzeitung «La Garette Ariégoise» eine Mitteilung der Bauernvereinigung Confédération Paysanne de l’Ariège.

Nachdem Jäger die Bärenpopulation in den Pyrenäen ausgerottet hatten, begann die französische Regierung in den 1990er-Jahren wieder Bären in dem Gebiet anzusiedeln. Diese stammen grösstenteils aus Slowenien. Schätzungsweise leben heute ungefähr 30 Braunbären in dem Gebiet. (boo)
Quelle: Blick Online 24.07.2017


Landwirt sichtet Bär in Luzern

FLÜHLI ⋅ Ein Landwirt beobachtete, wie ein Bär über das Gelände seiner Liegenschaft zottelte. Seit dem 19. Jahrhundert wurden im Kanton Luzern keine wild lebenden Bären mehr gesichtet. Über seine Beobachtung ist der Bauer aber gar nicht glücklich.

An jenen Nachmittag zu Beginn des vergangenen Monats erinnert sich Hans Bieri noch bestens. Es war zirka 14.30 Uhr, als er damit beschäftigt war, auf seiner Liegenschaft Spierweid in der Gemeinde Flühli einen Zaun zu erstellen. Plötzlich bemerkte er ein Tier – ein grosses Tier. Bieri erzählt: «Es war zirka 10 bis 12 Meter von mir entfernt. Langsam bewegte es sich durchs Gelände. Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass es sich dabei um einen Bären gehandelt hat.»

Was ging Bieri bei diesem Anblick durch den Kopf? «Natürlich war ich überrascht. Das habe ich nicht erwartet.» War der Landwirt über den Anblick auch erfreut? Bieri verneint. «Auch das noch», mag er sich womöglich gedacht haben. Denn der Berglandwirt hat keine Freude, wenn sich potenziell schadenstiftende Wildtierarten auf seinem Landwirtschaftsbetrieb herumtreiben. Denn der Flühler ist in Sachen Raubtiere ein gebranntes Kind. Vor Jahren hielt er auf seinem Hof, der sich auf einer Höhe zwischen 1100 und 1450 Meter befindet, noch einige Schafe. Mittlerweile hat der 49-Jährige aber ganz auf Mutterkuhhaltung umgestellt. Zu gross erschien ihm das Risiko, dass Luchse oder gar Wölfe seine Schafpopulation weiter ausdünnen.

Beobachtungen auch im grenznahen Bern gemacht

Daher mag Bieri die Fleischfresser nicht auf seinem Hof. Er sagt: «Der Mensch und seine Nutztiere müssen im Alpen- und Voralpenraum den Vorrang haben.» Es könne nicht sein, so der Landwirt weiter, dass ein Wolf zuerst so und so viele Schafe gerissen haben muss, bevor er zum Abschuss freigegeben wird. Bieri bereiten aber nicht nur Bär, Wolf und Luchs Sorgen. Auch die Rothirsche, die sich im Kanton Luzern und vor allem im Entlebuch zusehends verbreiten, lösen beim Flühler Landwirt ein ungutes Gefühl aus. Im Zusammenhang mit den Hirschen spricht Bieri gar von einer «Plage». Denn diese Tiere fühlen sich auf den Alpweiden pudelwohl und verköstigen sich im grossen Stil am wohlschmeckenden Gras, das auch auf Bieris Hof wächst. Gras aber, das der Bauer bevorzugt seinen Kühen verfüttern würde.

Zurück zum Bären: Beim Tier, welches Hans Bieri beobachtete, handelt es sich wahrscheinlich um jenen Bären, der im vergangenen Frühling auch im Kanton Bern gesichtet wurde. Das war Ende Mai in der Gemeinde Eriz der Fall. Eriz grenzt zwar nicht an Luzern, ist aber nicht allzu weit von der Kantonsgrenze entfernt. Eine Distanz, die ein Bär in wenigen Tagen im gemütlichen Trott zurücklegen kann.

Seit dem 19. Jahrhundert wurden im Kanton Luzern keine wild lebenden Bären mehr gesichtet. Bieris Beobachtung ist damit umso bemerkenswerter. Was sagt Philipp Amrein, Fachleiter Jagd und Fischerei bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald, zur Aussage des Entlebucher Bauern? Amrein hält es für durchaus möglich, dass der «Erizer» Bär auch das Kantonsgebiet von Luzern durchstreifte. Amrein sagt aber auch: «Einen gesicherten direkten Nachweis haben wir jedoch nicht.»

Das wäre zum Beispiel eine Fotografie von guter Qualität, Kotspuren, Fussabdrücke, Haarproben oder die Beobachtung eines Wildhüters. Beim Kanton gingen verschiedene Hinweise ein, dass sich ein Bär in Luzern aufgehalten haben soll. Aber die Meldungen wurden allesamt mit grosser Verspätung gemacht. Das heisst zwei und mehr Wochen, nachdem das Tier gesehen wurde. Amrein: «Für uns wäre es wichtig, dass wir möglichst rasch informiert werden. Das kann auch via Polizei erfolgen.»
Quelle: Luzerner Zeitung vom 23.07.2017

 


Bär reisst 2 Schafe

Die Schafe gehörten zu einer Herde, die von Herdenschutzhunden bewacht wird. Der örtliche bärenerfahrene Wildhüter bestätigte die Risse und ordnet sie einem Bären zu, wie Jagdinspektor Georg Brosi am Donnerstag zu einer Mitteilung der Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung in ländlichem Lebensraum VWL sagte. Wo sich der Bär jetzt aufhält, weiss die Wildhut nicht. Bären können in der Nacht 30 bis 40 Kilometer zurücklegen. «Alles ist möglich», erklärte Brosi.

 

Keine Massnahmen nötig

Massnahmen aufgrund der aktuellen Bärenmeldung würden sich nicht aufdrängen, sagte Jagdinspektor Brosi. Sowohl die Schafhirten im Val S-charl als auch die Gemeinde Scuol würden sich mit Bären auskennen und wüssten, wie sich zu verhalten. «Wir haben seit zehn Jahren immer wieder Bären in dem Gebiet», betonte der Leiter des Amtes für Jagd und Fischerei gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Erst im Frühling streifte ein Bär im Unterengadin umher und tappte im Nationalpark gar in eine Fotofalle. Dann verschwand das Tier wieder. Ob es sich im Val S-Charl um das gleiche Tier handelt, kann nicht gesagt werden.

Nur ein Bär im Kanton Bern

Hingegen geht Brosi davon aus, dass es sich bei den beiden Bärensichtungen im Kanton Bern – Ende Mai in Eriz bei Thun und Ende Juni im Sustengebiet- um das gleiche Tier handelt. Der Bär sei im Frühling 2016 durch Graubünden gezogen und dann über das Urnerland in den Kanton Bern.

Nachweise für diese Annahme fehlten zwar, aber aufgrund der Sichtungspunkte gehe «man davon aus». Zudem habe es gar nicht so viele verschiedene Bären in der Schweiz, als dass es sich um zwei verschiedene Tiere handeln könnte.

Erst im Frühling streifte ein Bär im Unterengadin umher und tappte im Nationalpark gar in eine Fotofalle. Dann verschwand das Tier wieder. Ob es sich im Val S-Charl um das gleiche Tier handelt, kann nicht gesagt werden.


Bericht aus der Südostschweiz


Wolf im Kanton Freiburg tot

Es ist das erste Mal, dass im Kanton Freiburg ein toter Wolf gefunden worden ist. Ein Landwirt habe bemerkt, dass sich Tiere um den Kadaver geschart hätten. Darauf habe er die Wildhut alarmiert, sagte Dominique Schaller, der Chef des Amtes für Wald, Wild und Fischerei, der Nachrichtenagentur SDA.

Der Kadaver des Wolfsweibchens wurde ins Pathologische Institut der Universität Bern gebracht, wo er seziert wird. Auch das Erbgut soll unter die Lupe genommen werden. Noch ist offen, ob das tote Tier das Weibchen F13 ist, das sich Anfang Jahr im fraglichen Gebiet aufgehalten hatte, schreibt das Freiburger Amt.

Böswillige Tat nicht auszuschliessen

Eine böswillige Tat könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Schaller. Spuren von Geschossen seien am Kadaver zwar nicht festgestellt worden. Aber ein kleinkalibriges Projektil oder auch eine Vergiftung seien nicht auszuschliessen.

Das Amt für Wald, Wild und Fischerei und die Kantonspolizei haben Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet.

Im Kanton Freiburg könnten gemäss derzeitigem Stand der Beobachtungen bis zu drei Wölfe leben. Die neusten Bilder von Mitte März zeigten das Männchen M64 zusammen mit dem Weibchen F13. Im Süden des Kantons wurde zudem die Präsenz eines jungen Wolfes festgestellt. Seine Identität steht nicht fest.

Bisher keine regulären Abschüsse

Zu Regulierungsabschüssen kam es bisher in Freiburg nicht. Die Quoten dafür sind nicht erfüllt. In der vergangenen Alpsaison fielen laut Schaller 33 Nutztiere Wolfsrissen zum Opfer, im laufenden Jahr bisher etwa zehn. Alle Risse ereigneten sich auf Alpen, die nicht von Schutzhunden bewacht werden. Von diesen Hunden gibt es in Freiburg 17.

Am Mittwoch hatte das bernische Jagdinspektorat die Bevölkerung zu einem Informationsabend über den Wolf nach Schwarzenburg eingeladen. Aus dem Publikum kamen zahlreiche kritische und emotionale Voten in Bezug auf die Präsenz von Wölfen in der Region Gantrisch, zu der auch die Gemeinde Jaun gehört.
Quelle: sda/haee; SRF 4 News, 14:00 Uhr


Gemäss dem Konzept Wolf Schweiz 2016 ist M75 gefährlich für Menschen. Vorfall auf Vermol, Mels, vom 16.4.17. M75 näherte er sich bis auf 10 Meter dem Bauern obwohl dieser Lärm verursachte und Schneebälle gegen diesen Wolf warf.

DIE BEVÖLKERNG HÄTTE GEWARNT WERDEN MÜSSEN, DASS IN DER REGION EIN FÜR MENSCHEN POTENZIELL GEFÄHRLICHER WOLF AUFHÄLT!

 

Wäre die Situation auch so glimpflich verlaufen wenn ein Kind diese Begegnung gemacht hätte?

 

Die Gefährdung betrifft nicht nur Bauern und Schafhalter. Spaziergänger, Wanderer und Biker könnten auf einen Wolfsriss auffahren oder auflaufen und M75 könnte sich wiederholt gleich verhalten.

M75 zeigt, dass Wölfe druchaus gefährlich für Menschen werden können, selbst wann genug Beute vorhanden ist. Dieser Wolf muss unbedingt entnommen werden. Würde M75 Alpharüde eines neuen Rudels, bestünde die Gefahr, dass sich dann das ganze Rudel dieses Verhalten aneignet.

Weiterführende Infos unter:

https://www.vwl-ost.ch/aktuell-2/

 



Tierhalter sind unzufrieden

Das Landvolk Niedersachsen sieht die Weidetierhaltung durch die Ausbreitung des Wolfs bedroht. Besonders die Offenlandstrukturen vor der Nordseeküste sind betroffen. So treffe es laut Landvolk in jüngster Zeit vor allem die Rinderhalter an der Küste. „Unsere Tierhalter sind hochgradig alarmiert, nachdem ein amtlich bekanntes Rudel wiederholt Rinder auf der Weide angegriffen hat.

 

Auf unseren weitläufigen Wiesen mit den zahlreichen Gräben sind sie leichte Beute für den Wolf“, schildert Jan Heusmann vom Landvolkkreisverband Wesermünde die Lage.

 

Die Wölfe hätten entgegen früheren Beteuerungen ihr Verhaltensmuster geändert und gelernt, dass sie mit anderen Jagdmethoden auch leicht größere Tiere stellen könnten. Zwischen Cuxhaven und Stade wurden einige Tiere schließlich nicht durch den für den Wolf typischen Kehlbiss getötet, sondern quasi bei lebendigem Leib aufgefressen, schildert Heusmann.

 

Die im niedersächsischen Umweltministerium zuständige Staatssekretärin Almut Kottwitz (Grüne) hatte sich zu diesem Verhalten kürzlich mit eigenen Worten „ratlos“ geäußert. Dabei wolle man doch die Weidehaltung. Auch die Deichschäferei berge erhebliche Herausforderungen. Dort überall Zäune zu errichten, sei laut Kottwitz „schwierig“. „Wir haben keine Lösung“, sagte sie. In Sachen Wolf bezeichnete Kottwitz Niedersachsen als „Versuchsstation“. Kottwitz: „Immer wenn wir glauben, wir haben es im Griff, tut er wieder was, von dem wir sagen: Das kann doch nicht sein!“

Die ausgedehnten Grünlandflächen vor der Küste sind von unzähligen Gräben durchzogen. Diese wären nach den Vorstellungen des Wolfsbüros bei Errichtung von Wolfsschutzzäunen auszukoppeln – für die Tierhalter ein nicht zu leistender Aufwand. Diese haben sich bereits an den Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) gewandt und erhoffen von dort Hilfe. Mit ihren Problemen fühlen sie sich allein gelassen.
Quelle: Wild und Hund / Jagdzeitschrift aus DE



Übergriff von einem Bär auf einen Bienenstand in Silenen


Bauern wollen dem Wolf ans Fell

KANTON URI ⋅ Die Einfuhr und die Freilassung von Grossraubtieren, aber auch die Förderung des Bestandes sollen verboten werden. Schon bald werden Unterschriften für eine Verfassungsänderung gesammelt.
Der Bauernverband Uri hat an seiner Generalversammlung vom Freitag, 10. März, einstimmig entschieden, eine Volksinitiative gegen Grossraubtiere wie den Wolf zu lancieren. Am kommenden Donnerstag, 6. April, wird an einer Pressekonferenz der offizielle Startschuss zur Unterschriftensammlung gegeben. Die Einladung an die Medien erfolgte durch Raphael Bissig, den Geschäftsführer der Bauernverbände UR/NW/OW.

Als symbolträchtiger Ort für die Lancierung der Initiative wurde der Betrieb von Theo Zurfluh an der Grosstalstrasse 22 in Isenthal gewählt. Auf dem Heimbetrieb des Isenthaler Schafzüchters hat der Wolf im vergangenen Jahr mehrere Tiere gerissen. Die kantonale Volksinitiative «Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri» verlangt eine Ergänzung der Kantonsverfassung (KV) bezüglich Schutz der Umwelt und des Lebensraums.

Neuer Absatz in der Kantonsverfassung

Der bestehende Artikel 49 der KV (Wortlaut: «Der Kanton und die Gemeinden sorgen bei ihrer Tätigkeit für den Schutz des Menschen, seiner Umwelt und seines Lebensraumes») soll um folgenden Absatz 2 ergänzt werden: «Der Kanton erlässt Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren und zur Beschränkung und Regulierung des Bestandes. Die Einfuhr und die Freilassung von Grossraubtieren sowie die Förderung des Grossraubtierbestandes sind verboten.»

Hinter der Initiative stehen neben dem Bauern- und Bäuerinnenverband sowie dem Kleinviehzuchtverband auch der Urner Jägerverein und Politiker aus verschiedenen Urner Parteien.

Reaktion auf Haltung des Regierungsrats

Auslöser für die Initiative ist die Unzufriedenheit der Initianten mit der Haltung der Regierung. Diese hatte in seiner Antwort auf eine parlamentarische Empfehlung des Seedorfer SVP-Landrats Christian Arnold eine wolfsfreie Zone für nicht umsetzbar erklärt und sich dafür ausgesprochen, stattdessen das Nebeneinander von Wolf, Mensch und Alpwirtschaft zu verbessern. Der Landrat überwies Arnolds Vorstoss aber am 1. Februar – gegen den Willen der Regierung – mit 41 zu 16 Stimmen (3 Enthaltungen). Im Rahmen der damaligen Debatte im Kantonsparlament war auch offen die Vermutung ausgesprochen worden, dass der Wolf, der 2015 in Uri sein Unwesen getrieben hatte, illegal ausgesetzt worden sei. «Der Wolf war viel zu zutraulich», sagte etwa Toni Infanger (SVP, Bauen) anlässlich der Landratssession vom 1. Februar. «Uri lädt mit seiner wolfsfreundlichen Politik geradezu ein zu illegalen Tieraussetzungen.»

Diese Vermutungen und Ängste sind nun in die Formulierung des neuen Absatzes 2 von Artikel 49 eingeflossen, um den die Initianten die Kantonsverfassung erweitern möchten.

 

Quelle: Bruno Arnold, Luzernerzeitung/ 04.04.2017

 


Bär hält sich nach Winterruhe immer noch im Kanton Uri auf

| Mo, 27. Mär. 2017

Der Bär hält sich auch nach seiner Winterruhe im Kanton Uri auf. Das teilt die Jagdverwaltung Uri mit. Aktuell wurden Spuren von ihm im Schnee im Gebiet unterhalb des Pfaffens, Silenen, gefunden. Die Jagdverwaltung bietet eine Infoveranstaltung für die Bevölkerung an.

Im zweiten Halbjahr 2016 war – nach rund 190 Jahren Bärenabwesenheit – wieder ein Braunbär im Kanton Uri. Diverse Sichtbeobachtungen, Spuren und eine DNA Analyse zeugten von dem Tier. Aktuelle Spuren zeigen, dass sich der Bär noch immer im Kanton Uri aufhält.

Die Jagdverwaltung führt am Donnerstag, 6. April 2017, um 19.30 Uhr in der Aula Bürglen eine Infoveranstaltung durch, um die Bevölkerung über den Aufenthalt des Bären und über mögliche Verhaltensmassnahmen zu informieren.
Quelle: Urner Wochenblatt


Niedersachsen – Wolf verfolgt Joggerin

 

Wolf nähert sich Joggerin auf 30 Meter – sie flüchtet auf einen Trecker.

„Nicht laufen! Nicht laufen!“ – So warnt Landwirt und Schafhalter Manuel Heusler-Schröder am 28.02.2017  eine Nordic-Walkerin in einem Handy-Video davor, einen näherkommenden Wolf nicht zu reizen. Sie rettet sich zu ihm auf den Trecker. Der Wolf kam zuvor unmittelbar auf sie zu.

Joggerin trifft auf Wolf

Das Zusammentreffen mit einem Wolf wird für eine Joggerin und einen vorbeikommenden Landwirt zum Schock-Moment. „Das war schon eine Hausnummer!“, sagt Manuel Heusler-Schröder gegenüber der Allgemeinen Zeitung später.
Die unfreiwillige Begegnung mit dem Raubtier ereignete sich am gestrigen Dienstag.

Geistesgegenwärtig reagierte Heusler-Schröder und holt die Joggerin, die er zuvor überholt hatte zu sich auf den Trecker um sie womöglich vor Schlimmerem zu bewahren.

Auf 30 Meter hat sich der Wolf herangetraut. Das sei absolut untypisch für diese Tiere, so Wolfsberater Klaus Bullerjahn gegenüber der Allgemeinen Zeitung.

Gefahrensituation für die Joggerin durch den Wolf?

Und so lief die Begegnung ab: Dienstagvormittag, Landwirt und Schafhalter Heusler-Schröder ist mit seinem Trecker auf der Kreisstraße 16 zwischen Westersunderberg in Richtung Weste-Siedlung unterwegs als er eine Nordic-Walkerin auf der Straße sieht und sie überholt.

„Wie üblich beim Überholen, schaut man ja auch in den Rückspiegel“, erzählt der junge Mann in der Allgemeinen Zeitung, die den Bericht zu dem in den sozialen Medien kursierenden Video als erste veröffentlichte. Der Schäfer bemerkte dann, dass die Nordic-Walkerin aufgeregt mit ihren Stöcken Zeichen gab.

„Dann sehe ich den Wolf. Direkt auf sie zu gehen, nicht laufen, gehen – ruhig und zielgerichtet“, beschreibt er das Geschehen im Interview weiter.

Landwirt filmt den Zwischenfall

Er hält sofort an, zückt sein Smartphone und filmt den Wolf. Der verängstigten Frau ruft er zu, sie solle zu seinem Traktor kommen. „Komm mal her. Nicht laufen!“ ist im Videoclip zu hören. Als sie es dennoch macht, wiederholt er eindringlich: „Nicht laufen! Nicht laufen!“ Die Frau kann sich schließlich zu ihm auf den Trecker retten.

Dann beginnt Heusler-Schröder zu brüllen: „Hau ab!“, schreit er den Wolf an. „Komm, hau ab!“, ruft er dann noch einmal.

„Ich war voll Adrenalin“, erinnert sich der Landwirt an die Situation. Immer wieder brüllt er den Wolf an, er solle verschwinden.

Aber der Grauhund zeigt sich wenig beeindruckt von dem Lärm. Der Wolf ist keine 30 Meter mehr von dem Trecker und seinen beiden Insassen entfernt.

Wolfsberater bestätigt den Zwischenfall

Das bestätigte auch Wolfsberater Klaus Bullerjahn, der gestern Abend den Ort des Geschehens aufsuchte und Vermessungen vornahm.
Gegenüber der Allgemeinen Zeitung sagte Heusler-Schöder, dass die Nordic-Walkerin völlig aufgelöst gewesen sei und sogar geweint hätte, während er versucht habe den Wolf auf Distanz zu halten.

Zu Recht fragt sie sich „Was wäre passiert, wenn ich alleine gewesen wäre?“ Der Landwirt erinnert sich „Bevor ich angehalten habe, war der Wolf ja genau in ihre Richtung unterwegs.“

Scheuer Wolf? Fehlanzeige!

Schließlich überquert der Wolf die Straße und verschwindet über ein Feld. Im Video sind Häuser am Dorfrand zu sehen.

Während der gesamten Begegnung, die im Video dokumentiert ist, zeigt das Tier keinerlei Angst oder Scheu und reagiert auch nicht auf das Geschrei oder den Lärm.

 


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Schafrisse im Kanton Thurhgau
Quelle: Bote der Urschweiz
Schafrisse im Thurgau.pdf
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Bündern Regierung überfordert
Quelle: Bote der Urschweiz
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Wo sind unsere unsere Tiere noch sicher, wenn nicht im eigenen Stall!

Am Samstag konnte ein Schafhalter in Trun GR Schlimmeres verhindern. Ein Wolf ist in einen Stall eingedrungen. Just in diesem Moment kam der Mann zum Stall. Im Stall in Acla digl Oberst, abseits von Trun gelegen, befanden sich am vergangenen Samstagmorgen 22 Schafe. Als Mathias Decurtins nach seinen Tieren schauen wollte, staunte er nicht schlecht.


Ein Wolf war über den unteren Teil der Stalltüre gesprungen und so in den Stall eingedrungen. Als Decurtins beim Stall eintraf, suchte der Wolf das Weite. «Wahrscheinlich habe ich ihn mit meiner Anwesenheit vertrieben», hielt der gelernte Schreiner gegenüber der «Südostschweiz» fest.

Er hatte Glück. Wäre er einige Minuten später eingetroffen, wären wohl mehrere Schafe dem Wolf zum Opfer gefallen. Das Raubtier tötete ein einjähriges Schaf. Der Wolf habe anschliessend bei einem Hof weiter unten im Tal mehrere Schafe gerissen, sagte Decurtins.
Quelle: schweizerbauer.ch - blu

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Wolf hat schon 24 Schafe auf dem Gewissen

 

 

 

 

 

 

In Cavanago bei Faido (TI) seien sieben Schafe von einem Wolf getötet worden, sagt der Direktor des Tessiner Amts für Jagd und Fischerei am Montag auf Anfrage. Er bestätigte zugleich eine Meldung des Tessiner Fernsehen (RSI) vom selben Tag.

Bereits in der letzten Woche habe der Wolf in Faido 17 Schafe gerissen und drei weitere verletzt.

Den Hinweis darauf, dass ein Wolf Autor der Schafsrisse gewesen sei, habe eine Fotofalle geliefert. Die Wolfsspuren seien bereits zur DNA-Analyse an die Universität Lausanne geschickt worden, so Leoni. Mithilfe dieser Untersuchung könne man ausserdem feststellen, ob es sich um ein noch nicht erfasstes Tier handele oder um ein bereits bekanntes.

Das Amt für Jagd und Fischerei habe in Anbetracht der Gefahrensituation eine Warnung an alle Züchter ausgesendet. Davon seien auch die umliegenden Täler der Riviera und Blenio betroffen, da Wölfe einen sehr weiten Aktionsradius hätten. Die Züchter sollen in der Nacht alle ihre Tiere im Stall lassen, so dass der Wolf erst gar nicht angelockt werden könne.

Laut Leroni werde auch eine interkantonale Kommission zum sogenannten Wolfsmanagement in der Sache eingeschaltet. Ab der Zahl 25 gerissenen Schafen sei es ihr vorbehalten, einen Abschuss des besagten Wolfs anzuordnen. Aktuell gehen 24 Schafe auf das Konto des Grossraubtiers, das in der Leventina unterwegs ist. (Quelle: Text und Bild Luzerner Zeitung online)

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Wolfsrudel reisst 18 Tiere – in einer Nacht

 

FAIDO TI - Über Nacht riss ein Wolfsrudel 18 Schafe von Bauer Daniele Gada-Barenco (44). Er ist schockiert: «Sie sprangen über den Elektrozaun und töteten im Blutrausch.»

Das Grauen passt nicht in die romantische Kulisse der Leventina. Doch die Schafskadaver entlang der Strasse auf den verschneiten Wiesen und in den Gärten der Walserhäuser sind nicht zu übersehen. Ein Wolfsrudel richtete am Wochenende im Weiler Tengia TI ein regelrechtes Massaker an. Das Drama passierte nur vier Kilometer von der 1991 Einwohner-Ortschaft Faido TI entfernt.    

Insgesamt sechzehn Tiere wurden gerissen, zwei weitere Schafe verschleppt. Bei allen Kadavern sind Kehlen und Unterleib zerfetzt. Der Schnee ist blutgetränkt.

Schon vor einer Woche räubert der Wolf

Schon vor einer Woche räubert der Wolf, reisst vier Schafe von Bauer Daniele Gada-Barenco (44). Am Wochenende geht der Horror von neuem los. 

Für den Tessiner steht fest: «Das war nie und nimmer ein Einzeltier, sondern ein ganzes Rudel.» Am Sonntagmorgen gegen 6.30 Uhr bemerkte der Bauer das Drama. Er ist in Angst, weil schon vor Tagen der Wolf bei seinem Hof wilderte: «Unten an der Strasse entdeckte ich das erste tote Schaf. Mir schwante nichts Gutes. Als ich das Blutbad sah, kochte die Wut in mir hoch.


Vier Schafe überleben schwerverletzt

Der Schafbauer ist geschockt: «Alle Tiere waren hochträchtig. Die Lämmchen sollten in ein paar Wochen geboren werden. Der Schaden ist mit Geld allein nicht wiedergutzumachen.» 

Der Landwirt hatte alle seine 118 Tiere auf fünf Pferche verteilt, geschützt durch einen 1,20 Meter hohen Elektrozaun. «Die Wölfe sind einfach darüber gesprungen, haben Panik in der Herde ausgelöst, sodass die Schafe den Zaun umrissen, um zu fliehen.» Nur vier Schafe überleben schwerverletzt.

 

(bild und text quelle blick online vom 31.01.2017)