Hier finden Sie Meldungen aus den Medien, rund um das Thema Grossraubtiere


Von der Leyens Pony offenbar von Wolf gerissen

Ein Pony von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist offenbar von einem Wolf gerissen worden. Nach entsprechenden Medienberichten bestätigte das niedersächsische Umweltministerium, dass es in der Nacht zum Freitag in Burgdorf (Region Hannover) einen mutmaßlichen Wolfsriss gegeben habe. Das tote Pony sei am Freitag auf einer Koppel im Stadtteil Beinhorn gefunden worden. Das Bissmuster lege nahe, dass es sich um einen Wolfsangriff gehandelt habe, sagte ein Ministeriumssprecher am Sonnabend. Auch von der Leyen selbst hat bereits reagiert: "Die ganze Familie ist fürchterlich mitgenommen von der Nachricht", sagte die 63-jährige Politikerin laut Mitteilung. Ihrem Sprecher zufolge handelt es sich um das 30 Jahre alte Pony "Dolly". Es habe mit einem anderen Pony auf der Weide gestanden, dem anderen gehe es gut. Eine DNA-Analyse soll nun zeigen, ob ein schon bekannter Wolf das Tier gerissen hat.

Quelle NDR: 03.09.2022 15:12 Uhr


Nachdem ein Wolfsrudel eine Mutterkuh gerissen hat fordert der Kanton jetzt den Abschuss aller Wölfe am Beverin

In Graubünden haben Wölfe eine Kuh getötet. Laut Kanton ist es der erste Riss eines ausgewachsenen Rindes – und damit eine neue Dimension der Probleme mit dem Beverinrudel. Nun sieht der Bündner Jagdvorsteher als Ausweg nur noch den Abschuss des ganzen Rudels.

In der Nacht auf Samstag ist auf der Alp Nurdagn am Schamserberg eine Mutterkuh von Wölfen gerissen worden. Das teilte der Kanton Graubünden in der Nacht auf Sonntag mit. Der Fundort des toten Nutztieres liegt im Streifgebiet des sogenannten Beverinrudels.

Dessen Wölfe sorgen rund um den bei Thusis gelegenen Piz Beverin seit Jahren für Probleme. Ende 2021 erlaubte der Bund darum den Abschuss von drei Jungwölfen, nicht aber die Tötung des notorisch problematischen Leitwolfs. Wie Adrian Arquint, Vorsteher des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei am Sonntag gegenüber CH Media erklärt, sind bereits in den Tagen vor dem Angriff auf der betroffenen Alp drei Wölfe gesichtet worden.

Ruf nach Abschuss aller Wölfe um den Beverin

Zudem hängt der Riss laut Arquint «ziemlich sicher» zusammen mit dem problematischen Vatertier des Rudels. Dies indem der Leitwolf «sein problematisches Verhalten bereits an die Jungtiere weitergegeben hat». Das zeige sich im Übrigen auch bei bereits ausgezogenen Tieren des Rudels. Darum fordert der Amtsvorsteher nun erstmals auch den Abschuss aller Wölfe rund um den Beverin: «Eigentlich müssten wir ein solches Problemrudel nun ganz entfernen, nicht zuletzt um die Akzeptanz der anderen Rudel in Graubünden zu sichern, die sich grossenteils problemlos verhalten.»
Quelle: Aargauer Zeitung 10.07.2022


  • Zwischen dem 9. und 11. Juni sowie vom 12. Juni auf den 13. Juni ist es zu weiteren Wolfsangriffen auf ungeschützte Nutztiere im Kanton Glarus gekommen. Wie der Kanton am Dienstag (14. 6.) mitteilt, wurden beim ersten Angriff in Elm vier Schafe getötet. Zwei weitere Schafe seien verletzt, zwei Schafe gelten als vermisst. Oberhalb von Sool wurde zwei Nächte später ein Ziegenkitz von einem Wolf getötet. Sowohl die Schafe als auch das Ziegenkitz ist laut dem Kanton nicht geschützt gewesen. 
  • Beim in der Nähe von Chur abgeschossenen Wolf handelt es sich definitiv um eine Wolf-Hund-Kreuzung. Dies ergab eine genetische Untersuchung des Ende März erlegten Tieres, wie der Kanton Graubünden am Montag (13. 6.) in einer Medienmitteilung schreibt. Die Analyse der Universität Lausanne und des Senckenberg Zentrums für Wildtiergenetik in Gelnhausen hätten zudem gezeigt, dass der Wolfsanteil im Erbgut des Hybriden aus einer italienischen Population stamme. Die genaue Herkunft des Tieres sei jedoch nicht bekannt. Es handelt sich somit um den ersten Abschuss von einem Wolfshund in der Schweiz.
  • Ein Wolf aus dem Rovanatal kommt noch einmal davon: Die Tessiner Kantonsregierung zog die Abschussbewilligung für das Tier zurück. Neueste Erkenntnisse anhand von DNA-Analysen zeigten, dass es sich im Zusammenhang mit einem Riss von 19 Schafen im Rovanatal um ein ganzes Rudel und nicht um einen Wolf allein handele, wie die Kantonsregierung am Freitagabend (10. 6.) schreibt.
    Quelle: NZZ 10.07.2022


Co-Existenz mit dem Wolf Wenn der Wolf den Älpler vertreibt

Zurück ins Tal wegen des Wolfes: Der Bundesrat will die Subventionen auch in diesem Fall weiterbezahlen.

Herdenschutz ist Voraussetzung

Die betroffenen Bauern verlieren dabei bislang jeweils die Beiträge für das Weidenlassen der Tiere und Geld für den Beitrag zur Artenvielfalt, den sie so leisten.

Das will der Bundesrat ändern und den Bauern die Beiträge auch nach einer Abalpung weiterhin auszahlen. Dies allerdings nur, wenn die Herden «zumutbar geschützt» sind, mit Zäunen und Herdenschutzhunden.

Das decke immerhin einen Teil der Mehrkosten, sagt Andrea Koch, die Geschäftsführerin des Schweizerischen alpwirtschaftlichen Verbandes. «Dann können sie mindestens dem Älpler eine Übergangslösung bezahlen und einen Teil der Kosten begleichen», so Koch

Legende: Wenn die Schafe auf einer Alp durch Wölfe bedroht sind, werden sie zurück ins Tal geführt. Keystone

 

David Gerke, Präsident der Gruppe Wolf Schweiz, findet es in Ordnung, wenn die Subventionen unter klaren Bedingungen weiter fliessen. Eine Bedingung sei dabei der Herdenschutz.

Zudem brauche es genaue Kriterien für die Bedrohungslage auf der Alp: «Anhand dieser Kriterien muss eine unabhängige, neutrale Beurteilung möglich sein, ob die Abalpung wirklich wegen dem Wolf geschehen ist.»

 

Politik arbeitet an neuem Jagdgesetz

Der Bundesrat möchte die neuen Regeln schon für den kommenden Alpsommer umsetzen. Längerfristig braucht es aber mehr als Schadensbegrenzung, da sind sich Alpbetriebe und die Wolfsfreunde einig. Es brauche sowohl einen guten Herdenschutz als auch eine Regulierung des Wolfsbestandes.

Es muss eine unabhängige Beurteilung möglich sein, ob die Abalpung wirklich wegen dem Wolf geschehen ist.
Autor: David Gerke Präsident der Gruppe Wolf Schweiz

 

Dazu sagt Gerke: «Auf der Ebene der Verbände und der Direktbetroffenen ist man auf einem sehr guten Weg. Man hofft, dass die Politik dies auch hört.»

 

Älpler gegen Herdenschutz als Bedingung

Zu streng finden die Alpbetriebe die Bedingung mit dem Herdenschutz. Es gebe keinen Grund für Misstrauen: Abalpen, das mache niemand leichtfertig. Keine Älplerin und kein Bauer hole das Vieh aus Spass vom Berg, denn es habe viele Nachteile.

Koch macht ein Beispiel: «Wenn die Älpler mit den Tieren von der Alp heruntergehen, gibt es kein Futter für die Tiere. Das muss eingekauft werden.» Und im Gegenzug verwilderten Alpweiden.

National- und Ständerat arbeiten unterdessen an einem neuen Jagdgesetz. Es soll eine stärkere Regulierung des Wolfes gestützt auf einen breiten Kompromiss aller Beteiligten möglich machen.

Quelle/SRF 10.02.22


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Bauern sehen ihr Eigentum durch den Wolf gefährdet (Bündner Zeitung vom 21.07.21)
Ein Gutachten kommt zum Schluss, dass der Wolf die Unversehrtheit und das Eigentum der Bergbauern bedrohe. Und dass der Wolf in einer Notstandslage erschossen werden dürfe.
Bauern sehen ihr Eigentum durch den Wolf
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Wolfsrisse im Urserental
Realp / Insgesamt vermissen die Schafhalter immer noch rund 20 Tiere

Auf der westlichen Talseite zwischen Realp und Zumdorf hat der Wolf in der Nacht auf Donnerstag und am Samstagabend mindestens 13 Schafe gerissen.
2020-Wolfsrisse Urserental.pdf
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Alarmstimmung in der Surselva - Der Wolf soll es auf Mutterkühe abgesehen haben Die Bauern sagen, Wölfe würden Mutterkühe attackieren. Nun sollen Beweise gesammelt werden.

Es brodelt bei den Bauern in der Region Obersaxen im Kanton Graubünden. Die Mutterkühe in der Region seien unruhig, panisch – auch gegenüber Menschen, sagen die Bauern. Schuld daran könnte der Wolf sein. Fachleute halten das grundsätzlich für möglich, bewiesen sei aber nichts.

Und darum sucht jetzt eine Projektgruppe vom Bundesamt für Umwelt nach Beweisen. Die Kühe sollen mit einem GPS-Sender ausgestattet werden. «Anhand dieser Daten können wir dann ungewöhnliche Reaktionen der Herde feststellen», sagt Heinz Feldmann, Leiter der Projektgruppe. Bauer Gionin Caduff hält das für «Gugus». Wenn er am Morgen in den Stall gehe, merke er ganz genau, ob die Kühe von einem Wolf gestört worden seien oder nicht. Für ihn gibt es jetzt nur eine wirksame Massnahme: den Abschuss. Denn panische Mutterkühe könnten seiner Ansicht nach auch aggressiv auf Wanderer reagieren.

Wanderer könnten von Kühen angegriffen werden

Der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint hat ein gewisses Verständnis für den Unmut der Bauern. Das geltende Jagdgesetz erlaube aber keine Wolfsabschüsse, solange nur wenige Tiere gerissen werden. Bekannt sind ihm aktuell drei Wolfsattacken auf Mutterkuhherden in der Region. Keine Abschüsse. Das ist eine Hiobsbotschaft für die Bauern in der Region Obersaxen. Dann bleibe nur die Möglichkeit, im Sommer die Kühe auf der Alp im Stall zu lassen, sagt Bauer Gionin Caduff.

Untersuchung soll schnellstmöglich starten

Heinz Feldmann kann diese Ängste nachvollziehen. Deshalb will er jetzt mit seiner Gruppe so schnell wie möglich klären, wie stark die Wölfe die Mutterkühe beunruhigen. Schon nächste Woche sind erste Analysen geplant.
Quelle: SRF News, 26.05.2020


Vermutung bestätigt: Der Wolf war krank – und wurde geschossen

In der Nacht auf Dienstag wurde im Kanton Thurgau ein Wolf durch die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau in Zusammenarbeit mit der St. Galler Wildhut geschossen. Dies erfolgte, weil das Tier verschiedene Krankheitsbilder zeigte.

Der Wolf, der in den vergangenen Wochen im Grenzgebiet der Kantone Thurgau und St. Gallen bei verschiedenen Angriffen mehrere Schafe getötet hatte – letztmals am 17. Februar in der Region Bischofszell, wo er ein weiteres Schaf in einem offenen Laufstall riss – war krank. Der Verdacht bestand von Beginn weg aufgrund fehlender Haare an der hinteren Körperhälfte, wie die Bilder von Fotofallen zeigten. Der Wolf kehrte bereits vergangene Woche mehrmals zum Hof im Kanton St. Gallen zurück, wo er mehrere Schafe gerissen hatte. Dort gelangen zahlreiche Fotos und Direktbeobachtungen, welche belegen, dass sich der Gesundheitszustand in den letzten Wochen massiv verschlechterte. Zudem deutete auch der immer kleiner werdende Radius seiner Raumnutzung auf ein atypisches Verhalten hin. Nachdem der kranke Wolf in der vergangenen Nacht wieder zu seinem Riss im Raum Bischofszell zurückgekehrt war, wurde er durch die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau in Zusammenarbeit mit der St. Galler Wildhut von seinem Leid erlöst. Dies teilt der Kanton Thurgau am Dienstagvormittag mit. Der Abschussentscheid ist mit der St. Galler Jagdbehörde vorgängig abgesprochen worden. Der Wolf wird nun veterinärmedizinisch untersucht und genetisch identifiziert.
Quelle: hallowil.ch/ 18.02.20


Wolf reisst in der Nähe von Bischofszell Mutterschafe: «Lämmchen stehen jetzt alleine da»

Im thurgauischen Schweizersholz bei Bischofszell hat ein Wolf in der Nacht auf Samstag drei Mutterschafe gerissen, drei weitere Tiere mussten vom Wildhüter erlegt werden. Ein grosser Verlust für den Bauern.

(lag) Als Peter Christen am Samstagmorgen seine Schafe füttern wollte, traf ihn beinahe der Schlag. «Beim Anblick des Stalles kam mir fast das Kotzen», sagt der Landwirt gegenüber TVO. Ein Wolf war in der Nacht unter dem Zaun des Schafgeheges durchgekrochen und hatte drei Mutterschafe gerissen. Drei weitere Schafe – darunter zwei Lämmer – musste der Wildhüter am Samstag aufgrund deren Verletzungen schiessen. «Es ist einfach schade», sagt Christen. Die Muttertiere hätten im späten Herbst alle noch gelammt. «Jetzt stehen die Lämmchen alleine da. Ich weiss nicht, was ich tun soll.» Den Jungtieren fehle die Muttermilch. Jetzt müsse er sie wohl «schöppele», sagt der Landwirt. Der Hof der Christens befindet sich gleich neben einer Strasse. Wie der Wildhüter sagt, ist es nicht alltäglich, dass Wölfe den Siedlungen so nahe kommen. Nun, nach mehreren Fällen innert kürzester Zeit, müssten Tierhalter jederzeit davon ausgehen, «dass der Wolf in Siedlungsnähe wieder zuschlägt».

«Bauernfamilie trifft absolut keine Schuld»

Ein kleiner Trost – die Bauernfamilie Christen kann sich keine Vorwürfe wegen mangelnder Sicherung der Schafe machen, so der Wildhüter. «Es trifft sie absolut keine Schuld», sagt Calderara. «Neben Einhagen gibt es derzeit keinen Schutz.»

Ein Abschuss des Wolfes wird erst bei 35 gerissenen Tieren pro Monat ein Thema. «Das finde ich verrückt», sagt Bauer Christen. «Ich weiss nicht, was noch passieren soll. Muss der Wolf jetzt auch noch andere Haustiere reissen, damit man reagieren darf?»
Quelle: Tagblatt/Ostschweiz 9.02.20


Verwaltung pocht auf Herdenschutz vor Wolfsabschüssen

Am 17. Mai kommt das Jagdgesetz zur Abstimmung. Das Parlament hat den Wolfsschutz stärker gelockert als der Bundesrat vorgeschlagen hatte. Nun will die Verwaltung in der Verordnung Gegensteuer geben.

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) stellt sich auf den Standpunkt, bestimmte Bedingungen für Abschüsse müssten erfüllt sein - auch wenn das Parlament es ausdrücklich abgelehnt hat, diese im Gesetz zu verankern.

Es geht um die Bedingungen für die Regulierung des Wolfsbestandes. Mit dem revidierten Jagdgesetz könnten die Behörden Tiere zum Abschuss freigeben, bevor Schaden entstanden ist.

Zumutbare Schutzmassnahmen

Das hatte auch der Bundesrat vorgeschlagen. Allerdings wollte er dies an mehrere Bedingungen knüpfen. So sollten solche Abschüsse nur zulässig sein, wenn sie den Bestand der Population nicht gefährden und erforderlich sind für "die Verhütung von grossem Schaden oder einer konkreten Gefährdung von Menschen, die durch zumutbare Schutzmassnahmen nicht erreicht werden kann".

Der Ständerat hiess diese Bedingung zunächst gut. Der Nationalrat schwächte sie jedoch ab, und der Ständerat folgte ihm. Die im Gesetz verankerte fragliche Bedingung lautet nun: "Solche Regulierungen dürfen den Bestand der Population nicht gefährden und müssen erforderlich sein für die Verhütung von Schaden oder einer konkreten Gefährdung von Menschen."
Den vollständigen Bericht finde Sie unter:
https://www.bauernzeitung.ch/artikel/verwaltung-pocht-auf-herdenschutz-vor-wolfsabschuessen


Wolf in der Region Thun gesichtet

Ein Wolf ist in der Region Thun unterwegs. Das Raubtier wurde zweimal gesichtet: Am Samstag in Oberlangenegg BE und am Sonntag in Unterlangenegg BE.

Da staunte ein Landwirt aus Eriz nicht schlecht. Am Samstagmorgen war er mit seinem Traktor unterwegs, als ein Wolf über eine Wiese im Gebiet Fischbach bei Oberlangenegg BE trottete. Anschliessend querte der Wolf seelenruhig die Strasse und lief davon. 

Am Sonntagnachmittag wurde der Wolf erneut gesichtet. Im Gebiet Hinterzäunen bei Unterlangenegg konnte der 13-jährige Hobbyfotograf Fabian Gehrig das Raubtier gegen 16 Uhr fotografieren. 

Die Bevölkerung ist ob der Anwesenheit des Wolfes verunsichert. In der Nähe befindet sich ein Kindergarten. Und Schafhalter haben begonnen, ihre Tiere zu züglen. Das Berner Jagdinspektorat hat die Echtheit des Videos bestätigt. «Wir haben Kenntnis vom Video und können bestätigen, dass es sich um einen Wolf handelt», sagte ein Sprecher zur «Berner Zeitung». Insgesamt wurden in diesem Jahr 22 Wolfssichtungen gemeldet.

Seit rund 2 Jahren hält sich bei Schangnau BE Wolf M76 auf. Dieser stammt vom Calanda-Rudel aus dem Graubünden. Ob es sich beim Wolf in der Region Thun um M76 handelt, ist unklar.

Wölfe seien grundsätzlich in der Dämmerung und vor allem in der Nacht aktiv, eher selten auch tagsüber, sagte Wolfexperte Ralph Manz zur «Berner Zeitung». In der dichtbesiedelten Schweizer Kulturlandschaft überrasche es aber nicht, dass ab und zu auch am Tag ein Wolf gesichtet werden könne. Wölfe seien gegenüber Menschen vorsichtig, aber nicht extrem scheu. 

Mitte Dezember wurden in der Region Sigriswil BE ein Schafbock und zwei Lämmer gerissen. On der Angreifer ein Wolf war, ist noch unklar. DNA-Analyse steht noch aus.

Bereits im Februar 2018 wurde in der Gegend ein Wolf gesichtet. In Heimenschwand bei Thun trottete ein Wolf durch die Ortschaft. Im Dezember 2017 wurde in Röthenbach ein Wolf beobachtet.

Quelle: Schweizerbauer, 30.12.2019


Wolf reisst drei schafe

In unmittelbarer Nähe von Sigriswil BE wurde ein Schafbock und zwei Lämmer gerissen. Die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern spricht von einem Wolf.

Am Mittwochmorgen überprüfte Bruno Sauser, Schafhalter aus Sigriswil, seine Herde. Er musste mit Schrecken feststellen, dass ein Lamm und der Schafbock auf brutalste Art und Weise gerissen wurden. Ein weiteres Lamm sei so schwer verletzt worden, dass eine Notschlachtung von Nöten gewesen sei, schreibt die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern in einer Medienmitteilung. Sauser hatte seine Herde auf einer Weide in unmittelbarer Nähe vom Dorf Sigriswil.

Die Vereinigung  fordert das Jagdinspektorat auf, beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) sofort den Antrag zu stellen, den Wolf im Raum Sigriswil gemäss der kantonalen Vollzugshilfe zum Abschuss freizugeben. Das Konzept sieht den Abschuss von Wölfen vor, die Menschen potentiell gefährlich werden könnten, wie z.B Wölfe, die ihre natürliche Scheu vor Menschen verloren haben.

Die Vereinigung ruft die Nutztierhalter im Raum Sigriswil dringend auf, ihre Tiere zum Schutz nachts in den Stallungen zu halten.
Quelle: Schweizerbauer 18.12.2019


Wölfe soger bei Tag auf der Skipiste

Während Wölfe bislang in Alta Badia „nur“ nachts gesichtet wurden, als sie über die Pisten streiften, hat sich nun die Lage geändert. Am Montagvormittag wurde ein Wolf laut „Dolomiten“-Bericht fotografiert, als er oberhalb von St. Kassian auf einer Skipiste lief, während sich daneben zahlreiche Skifahrer – darunter auch mehrere Kinder – tummelten.

Es ist gestern gegen 10.30 Uhr, also am helllichten Vormittag, als einem im Sessellift sitzenden Skifahrer ein Wolf auffällt, der auf der Piste La Brancia gen Tal läuft – nur wenige Meter von Skifahrern entfernt, darunter Kinder. „Die Wölfe sind ein großes Problem“, sagt der Bürgermeister von Badia/Abtei, Iaco Frenademetz, auf dessen Gemeindegebiet gestern der Wolf gesichtet wurde. Was er vorschlägt, um dieses Problem zu lösen? „Die Jagd wieder aufmachen“, sagt Frenademetz und fährt fort: „Müssen wir erst warten, bis der Wolf ein Kind angreift? Dann ist es zu spät!“Die Politik müsse eingreifen, fordert Frenademetz: „Die Wölfe müssen weg!“ Der Bürgermeister ist selbst Jäger: „Eines ist sicher: Wenn mir im Wald ein Wolf begegnet und ich fühle mich nicht mehr sicher, weil er nicht wegläuft, dann ist der Wolf weg!“

Auch Robert Rottonara, der Bürgermeister von Corvara, findet deutliche Worte: „Der Platz ist einfach nicht mehr für diese Tiere mittendrin in unseren Tälern. Sollte einmal etwas passieren, dann frage ich mich schon, was dann passiert und wer dafür die Verantwortung tragen wird müssen. Ich bin der Meinung, dass der Wolf nicht in unsere Breiten passt. Die Gefahr ist einfach nicht kalkulierbar; das geht nicht“, sagt Rottonara.

Bisher sei der Wolf immer in eher abgelegenen Orten bzw. in der Nacht gesichtet worden und sei eine Gefahr vor allem für Schafe und Ziegen gewesen. „Jetzt reden wir aber von Menschen!“, sagt Robert Rottonara .

Wenn der Wolf so wenig Scheu zeige vor dem Menschen, dann seien künftig alle Motorschlittenfahrer, alle jene, die mit der Beschneiung der Pisten zu tun haben, und alle, die in der freien Natur unterwegs sind wie etwa Skitouren- und Schneeschuhgeher, in Gefahr. „Und was die Gäste betrifft, so hoffe ich nicht, dass es eine Kampagne gegen uns gibt“, sagt Rottonara.

Er fordert, dass endlich Maßnahmen gegen den Wolf durchgeführt werden. Rottonara wird das Problem morgen bei der Sitzung des neuen Tourismusverbandes Alta Badia vorbringen. Was man konkret tun könnte? „Konkret schauen wir zu“, sagt Rottonara.

Auch der ehemalige Landesrat für Tourismus und Landwirtschaft, Hans Berger , zeigt sich besorgt: „Das ist keine Tourismuswerbung“. Die wachsenden Wolfspopulationen entwickeln sich „nicht nur zu einem Problem der Tierhaltung, sondern auch des Tourismus“, stellt Berger fest. Das Landesgesetz zur Regulierung der problematischen Großwildtiere hat vor Gericht standgehalten. Als Konsequenz müsse jetzt „die Umsetzung aktiviert werden, auch mit dem Risiko von Widerständen“, sagt Berger in Richtung Landesverwaltung.

„Wem jetzt noch nicht klar ist, wie ernst die Lage ist, der wird es wohl nie verstehen“, sagt Landesrat Daniel Alfreider, in dessen Heimat das Wolfsproblem derzeit am größten ist. „Wenn jetzt nichts getan wird, wird es sehr schnell exponentiell wachsen und bald nicht mehr zu kontrollieren sein“, sagt Alfreider.

Quell: Stol.it 18.12.2019


Wolf tötet Schaf in Flühli

In der Gemeinde Flühli hat ein Wolf ein Schaf gerissen. Dies bestätigt Daniel Schmid, Wildhüter des eidgenössischen Jagdbanngebietes Tannhorn, auf Anfrage der «Luzerner Zeitung». «Anhand des Rissbildes und der Verletzungen am Tier ist für mich klar, dass es ein Wolf war», sagt Schmid.

Eigentlich wurde die Schafherde durch Hunde bewacht. Dem Wolf gelang es zwar, das Tier zu töten, gefressen hat er es aber nicht. Es wird vermutet, dass die Hunde auf den Wolf aufmerksam wurden. Nun wird untersucht, um welchen Wolf es sich handelte. Dazu wurden DNA-Proben genommen. Im betroffenen Gebiet in Flühli seien schon mehrere Jahre keine Wölfe mehr gesichtet worden, sagt Wildhüter Schmid. Anders im Gebiet Sörenberg. Im Juli 2018 tötete ein Wolf dort eine Hausziege.
Quelle: Zentralplus Online 04.09.2019


Neues Urteil nach Kuh-Attacke: Mitschuld bei getöteter Wanderin

Anfang 2019 erlegte ein österreichisches Gericht einem Alm-Bauern hohe Schadenersatzzahlungen auf, nachdem seine Kühe eine deutsche Wanderin getötet hatten. Dies sorgte für Verunsicherung auf Seiten der Landwirte. Nun wurde das Urteil revidiert.

Der österreichische Landwirt, dessen Kuhherde vor rund fünf Jahren eine deutsche Wanderin getötet hatte, ist nicht alleine für den Tod der Frau verantwortlich. Das entschied nun das Oberlandesgericht (OLG) Innsbruck.

Vielmehr gehen die Richter von einer Mitschuld des Opfers aus, die auf 50 Prozent festgelegt wird. Die 45 Jahre alte Frau war mit einem an ihrer Hüfte angeleinten Hund über eine Kuhweide im Stubaital gewandert. Die Tiere griffen sie an – offenbar um Kälber vor dem Hund zu schützen – und verletzten die Wanderin dabei tödlich.

Zahlungen an Hinterbliebene halbiert

Der Kuhhalter hatte zwar Warnschilder aufgestellt, eingezäunt war das Vieh allerdings nicht. Aus Sicht des Landgerichts Innsbruck war das nicht ausreichend. Die Richter verurteilten den Landwirt Anfang 2019 zu hohen Schadenersatzzahlungen von 180.000 Euro sowie zu monatlichen Rentenzahlungen an die Hinterbliebenen in Höhe von 1.550 Euro.

Diese Zahlungen sollen nach dem neuen Urteilsspruch nun deutlich geringer ausfallen, wie Wigbert Zimmermann, OLG-Vizepräsident am Dienstag mitteilte. Da den Landwirt nur die Hälfte der Schuld trifft, soll er auch nur die Hälfte zahlen müssen: Rund 78.000 Euro Schadenersatz und 780 Euro Rente pro Monat.

Gericht: Wanderin ging "sorglos" vor

Die Wanderin hat die Kuhattacke aus Sicht des OLG durch ihr Verhalten gegenüber den Kühen mit ausgelöst. Sie hätte wissen müssen, dass Mutterkühe eine Gefahr für Hunde und deren Führer darstellten und sei trotzdem in recht kurzem Abstand an den Kühen vorbei gelaufen. „Diese Vorgehensweise der Touristin ist als Sorglosigkeit zu werten und begründet damit ein maßgebliches Mitverschulden“, ist im neuen Urteil zu lesen.

Allerdings ist dieses Urteil nicht rechtskräftig. Das OLG ließ eine außerordentliche Revision für dem Obersten Gerichtshof (OGH) zu. Diesen Weg will der betroffene Landwirt beschreiten. Er beruft sich auf ein Grundsatzurteil des OGH von 2007, das in einem ähnlichen Fall eine Zaunpflicht verneint hatte.

Verunsicherung bei deutschen Bauern

Das ursprüngliche Urteil hatte für einige Diskussion in Deutschland und Österreich gesorgt. Wenn ein Warnschild nicht ausreicht, um Wanderer zu warnen, könnten Zäune überall notwendig werden, um hohe Schadenersatzzahlungen bei Attacken zu vermeiden. Da dies beispielsweise laut Allgäuer Landwirten nicht auf jeder Alp möglich ist, fürchteten einige gar um ihre Existenz.

Österreichs Tourismusministerium hatte im April 2019 - auch als Reaktion auf den Fall der deutschen Wanderin - neue Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidetieren bei Wanderungen veröffentlicht: Unter anderem wird das Anleinen von Hunden sowie das Loslassen der Leine bei Attacken empfohlen. Zudem sollten Wanderer Schreie, Pfiffe und hektische Bewegungen vermeiden, wenn sie sich in der Nähe von Kühen aufhalten.

Quelle: BR24 Online 28.08.2019


Kuhherde verletzt zwei Wanderer mittelschwer. Auf der Bannalp hat eine Mutterkuhherde zwei Wandergruppen angegriffen. Zwei Personen wurden verletzt ins Spital geflogen.

Am vergangenen Samstag wurden im Wandergebiet auf Bannalp zwei Wandergruppen von einer Kuhherde angegriffen. Dabei wurden zwei Personen mittelschwer verletzt und mussten mit der Rega ins Spital geflogen werden. Die Personen konnten das Spital gleichentags wieder verlassen, teilte die Gemeinde Wolfenschiessen mit. Nach Bekanntwerden des Vorfalls hat die Gemeinde den Wanderweg von der Bannalp zur Bannalper Schonegg aus Sicherheitsgründen gesperrt. Als weitere Massnahme wird
die Kuhherde nun in eine andere Weidefläche, die sich nicht im Bereich des Wanderweges befindet, umgezäunt und anschliessend abgealpt.

Wanderweg bald wieder geöffnet

Der Wanderweg ist momentan geschlossen: Ab kommendem Samstag ist der Weg über die Bannalper Schonegg wieder frei begehbar. Ebenfalls wird das Hundeverbot aufgehoben.

Quelle: 20 Minuten Online 27.08.19


Grizzlybär tötet schlafenden Touristen

in Mann ist beim Zelten in einem entlegenen Gebiet im Norden Kanadas von einem Grizzlybären getötet worden. Der Franko-Kanadier Julien Gauthier wurde im Schlaf in seinem Zelt am Ufer des Flusses Mackenzie von dem Tier angefallen, wie seine Begleiterin der französischen Tageszeitung «Le Parisien» berichtete. Der Bär habe ihn am Hals und an der Schulter gepackt und in den Wald geschleppt.

Der 44-jährige Gauthier war Komponist und Tonmeister des Sinfonieorchesters der Bretagne. Die kanadische Polizei bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass ein Mann tot aufgefunden worden sei, der «einem Bären begegnet» sei. Zur Identität des Toten äusserte sich die Polizei nicht, da eine Obduktion noch ausstehe. Ein Sprecher des Orchesters erklärte am Dienstag im Onlinedienst Facebook, Gauthier sei gestorben.

«Er hat sich so sehr für diese Reise begeistert»

Der Vorfall hatte sich bereits vergangene Woche in der Nacht zu Donnerstag ereignet. Gauthiers Begleiterin alarmierte eine Gruppe von Paddlern, die am Donnerstagmorgen einen Notruf absetzten. Mit einem Hubschrauber holte die Polizei die Gruppe aus dem Gebiet und suchte nach dem 44-Jährigen. Am Freitagnachmittag wurden seine Überreste gefunden.
Quelle: 20 Min. Online 20.08.2019


Kanada: Familie beim Campen im Zelt von Wolf angegriffen

Ein Wolf hat am Freitag (09.08.) eine Familie angegriffen, die in ihrem Zelt auf dem Campingplatz Rampart Creek im kanadischen Banff National Park übernachtete. Dabei wurde der Ehemann, Matt Rispoli, durch Wolfsbisse an Arm und Hand verletzt.

Elsa Rispoli, Matts Ehefrau, hat den Vorfall auf Facebook geschildert: Demnach ist der Wolf nachts auf das Zelt gesprungen und hat die Zeltbahn zerrissen. Während die Frau versuchte, die zwei kleinen Söhne mit ihrem Körper vor dem Wolf zu schützen, warf sich Matt zwischen sie und den Wolf. Der Wolf verbiss sich in Matts Arm, es gelang ihm zunächst, den Wolf auf den Boden zu drücken und dessen Kiefer mit den Händen auseinanderhalten, was ihm schwerere Verletzungen erspart haben dürfte. Während der ganzen Zeit schrien alle vier verzweifelt um Hilfe. Schließlich gelang es dem Wolf jedoch, den Familienvater fortzuschleifen, während seine Frau an seinen Beinen zog, um ihn zurückzuhalten.

 

Das verzweifelte Geschrei während des Kampfes, der eine Ewigkeit zu dauern schien, obwohl sich alles wohl nur ein bis drei Minuten abspielte, wie Elisa Rispoli schreibt, lockte schließlich einen Mann von einem benachbarten Zeltplatz an. Der Zeltnachbar, Russ Fee, beschreibt das Erlebnis live als Studiogast gegenüber dem Calgary Eyeopener: Er sei von den schrecklichen Schreien aufgewacht und aus seinem Zelt gestürzt. Mit Entsetzen hätte er gesehen, wie ein riesiger Wolf eine junge Familie attackierte. “Der Wolf war so viel größer, als jeder Hund, den ich jemals gesehen habe”, schildert Fee. ie Schreie seien von einer solchen Intensität gewesen, dass er sofort gewusst habe, dass etwas schreckliches im Gange sei. Russ Fee musste ein gutes Stück laufen, um zu dem Zelt zu gelangen. Dort sah er den Wolf, eben im Begriff den Familienvater aus dem Zelt zu zerren. Beherzt versetze er dem Wolf einen Tritt in die Hüftregion. Daraufhin ließ der Wolf von seinem Opfer ab, lief aber nicht weg. Der Retter fragte sich, ob er nicht gerade einen großen Fehler gemacht habe: “Ich habe den Tritt sofort bedauert,” berichtet Russ Fee auf CBC, “Es war, als ob ich mich mit jemand angelegt hätte, der in einer ganz anderen Gewichtsklasse kämpft.”

Sobald der Wolf abließ, stürzte Familienvater Matt Rispoli aus dem Zelt, seine eine Seite völlig mit Blut bedeckt. Er war aber auch ziemlich in Rage, die beiden schrien den Wolf an, der immer noch nicht die Flucht antrat. Erst als beide den Wolf mit “riesigen Felsbrocken” bewarfen, verzog er sich schließlich. Die Familie begab sich nach erfolgreicher Abwehr des Wolfsangriffs zum Zeltplatz ihres Nachbarn und Retters, wo alle zusammen im Fahrzeug von Russ Fee Schutz suchten.

Der Park wurde nach dem Vorfall umgehend geschlossen. Ein Suchtrupp spürte den Wolf auf, er wurde erschossen. Eine DNA-Untersuchung bestätigte der Nationalparkverwaltung zufolge, dass es sich um den Wolf handelte, der die Familie angegriffen hatte. Es soll sich um einen alten Wolf am Ende seiner Lebensspanne handeln, der vermutlich nicht mehr fit genug war, um Wildtiere zu erbeuten.

Matt Rispoli wurde nach der Erstversorgung durch Sanitäter vor Ort in ein Krankenhaus nach Banff geflogen, wo seine Wunden versorgt wurden. Die Familie sei “ziemlich traumatisiertm aber ok”, schreibt Elisa Rispoli auf Facebook, wo sie sich überschwänglich bei ihrem Retter aus dem Nachbarzelt bedankte. 

Quelle: SE www.jawina.de


Berner Sennenhund in Sachsen von Wolf getötet?

In Weißkeisel (Landkreis Görlitz, Sachsen) wurde ein Berner Sennenhund tot aufgefunden. Der Vierbeiner war in großen Teilen aufgefressen, so die Aussage der Polizei. Die Fachstelle Wolf bestätigte diese Information gegenüber unserer Redaktion. Der Besitzer habe lediglich die Hinterläufe des Tieres gefunden. Die Überreste des Hundes lagen im hinteren Bereich des Grundstücks.

Zudem sei unweit des Kadavers ein "wolfsähnliches Tier" gesichtet worden, so die Fachstelle Wolf weiter. Derzeit werde der Vorfall sowie die Kadaverreste von Fachleuten untersucht. Nähere Informationen zu dem Vorfall soll es im Lauf des morgigen Tages geben. 

Unweit des Grundstücks befindet sich der Truppenübungsplatz Oberlausitz. Dort kam im Jahr 2000 der erste deutsche Wolfsnachwuchs seit seiner Rückkehr zur Welt. Eine deutsche Bracke kam dort im Februar 2018 durch einen Wolf zu Tode.

Bereits im Dezember 2017 kam es zu einem ähnlichen Zwischenfall ebenfalls in Weißkeisel. 

In einer Medieninformation des Landesamt für Umwelt, welche am frühen Abend erschien, heißt es: "Die Begutachtung der Situation vor Ort weist darauf hin, dass der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann." An dem Kadaver wurden genetische Proben entnommen. Der tote Hund wird an das Leibniz-Institut zur weiteren Untersuchung gebracht. Außerdem wurde auf dem Grundstück des Hundebesitzers eine Wildkamera aufgestellt, für den Fall, dass das wolfsähnliche Tier zurückkehre. 

Zudem ist ab heute ein Hotline (0800 555 0 666) geschaltet, die dann gewählt werden soll, wenn es zu "gefahrgeneigten Situationen" sowie Nutztierrissen kommt oder verletzte beziehungsweise tote Wölfe gefunden werden.
Quelle: jagderleben.de


Lässt der Wolf die Kühe durchdrehen? Eine rasende Kuhherde attackierte einen Wanderer und seinen Hund. Laut Experten erinnern Hunde Mutterkühe an den Wolf.

Ein Schweisshund kam am Dienstag oberhalb der Bannalp im Kanton Nidwalden zu Tode – eine rasende Mutterkuhherde zertrampelte ihn brutal. Auch der Wanderer geriet unter die Herde und musste ins Spital. Älpler Bruno Röllin sagt zu 20 Minuten, er habe noch nie gesehen, dass seine Kühe so verstört reagiert hätten. Er fordert darum ein Hundeverbot auf der Alp.

 

Hunde als Bedrohung für Kälbchen

«Kühe und Hunde vertragen sich nicht immer gut. Der Hund ist als ehemaliger Wolf eine Bedrohung für die Kälbchen», sagt auch Tierpsychologin Tamara Fretz. Hinzu komme, dass Kühe schon ab 22 Grad unter Hitzestress litten. Das könne mitunter eine Reizüberflutung auslösen. Auch den Herdentrieb dürfe man nicht unterschätzen: «Rennt eine Kuh los, rennen die anderen reflexartig hinterher.»

Für die Kuh-Expertin ist klar: «Nur weil wir Kühe seit 3000 Jahren melken, sie schlachten und Ledertäschli aus ihnen machen, sind diese keine Maschinen, die immer rational reagieren.» Und: Eine solche Kuh wiege bis zu 700 Kilo. Entsprechend ziehe der Mensch den Kürzeren. «Der Wanderer hat grosses Glück gehabt.» Wichtig sei, dass man Hunde ableine, wenn man die Weide einer Mutterkuhherde durchqueren müsse. Vor allem sollte man genügend Abstand zu den Tieren halten. «Steige ich auf Safari aus dem Jeep, frisst mich der Löwe auch.»

Macht der Wolf die Kühe nervös?

Heinz Feldmann von der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (Bul) sagt, es gebe pro Jahr etwa drei bis fünf Zwischenfälle, bei denen Wanderer oder Spaziergänger verletzt würden. Der letzte Todesfall habe sich 2015 ereignet. Die Unfallzahlen seien trotz steigender Anzahl Wanderer stabil. Feldmann führt das darauf zurück, dass man Risikoeinschätzungen vornehme und etwa Herden neu zusammengestellt würden. Auch schaue man darauf, dass Kühe nicht in der Nähe von Wanderwegen abkalbten.

Wie Fretz sagt auch Feldmann, dass Kühe panisch auf Hunde reagieren können. «Niemand ist dem Wolf näher als der Hund.» Zur These eines Älplers, dass die Rückkehr des Wolfes nach Nidwalden die Kühe panisch reagieren lasse, sagt er: «Die Meinungen gehen auseinander. Wir gehen aber davon aus, dass die Anwesenheit von grossen Beutegreifern in einer Region das Verhalten der Kühe beeinflusst.» Letztere seien sehr intelligent und könnten sich über Wochen und Monate an negative Erlebnisse erinnern. Das sei auch der Grund, weshalb man den Wanderweg bei der Bannalp vorläufig gesperrt habe.

Quelle: 20Minuten Online, 25.07.2019


Über 1000 Wölfe in Deutschland
In Deutschland leben laut Jagdverband bereits mehr als tausend Wölfe. Jäger schlagen Wolfsschutzgebiete vor.
Der Wolf sorgt auch bei unseren nördlichen Nachbarn für viele Schlagzeilen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) schlägt nun Alarm. „Die Wölfe breiten sich rasant aus", teilt der Verband mit. In Deutschland leben nach Schätzungen des DJV bereits mehr als 1'000 Wölfe. Ihre Zahl werde sich binnen drei Jahren verdoppeln, heisst es weiter.

Schutzjagd nach französischem Vorbild
Zusammen mit anderen Verbänden propagiert der DJV eine wildökologische Raumplanung. Demnach soll es künftig Wolfsschutzgebiete geben, in denen sich der Wolf ungestört ausbreiten kann – so auf grossen Armeeübungsplätze oder Naturschutzgebiete. Es soll aber auch Bereiche geben, in denen Wolfsrudel nicht geduldet werden, vornehmlich alpine Regionen, Deiche und urbane Gebiete.
Jedes Bundesland solle einen Akzeptanzbestand definieren und seinen Beitrag zum Erhalt des Wolfes in Europa leisten, regte der DJV an. Durch die Schutzjagd nach skandinavischem und französischen Vorbild könnten die Wolfsbestände lokal angepasst werden.
55 Prozent mehr Nutztiere gerissen
Den Angaben zufolge griffen Wölfe im Jahr 2017 in mehr als 470 Fällen Nutztiere an. Dabei starben mehr als 1'660 Schafe, Ziegen, Pferde und Rinder – 55 Prozent mehr als 2016. Die Zahl der offiziell erfassten Wolfsangriffe stieg sogar um zwei Drittel. „Der Wolf hat in Deutschland ein Existenzrecht", erklärte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke. „Willkommen Wolf allein reicht aber schon lange nicht mehr." Es sei eine gesamtgesellschaftliche Entscheidung, wie viele Wölfe Deutschland vertrage.
Die einst ausgerotteten Wölfe breiten sich seit Jahren wieder aus. Die meisten von ihnen leben im Osten Deutschlands. Gegen die Präsenz der Wölfe machen vor allem Nutztierhalter seit Jahren mobil. Auch in der Politik wird seit einiger Zeit darüber gestritten, wie mit der wachsenden Zahl von Wölfen umgegangen werden soll.

Quelle: Schweizerbauer


Ja zur Initiative: Kanton Uri will Raubtieren an den Kragen
Deutliche Zustimmung zur kantonalen Volksinitiative «Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri»: 70,2 Prozent spricht sich für die Anpassung der Kantonsverfassung aus. Damit sich aber in der Praxis etwas ändert, muss zuerst das eidgenössische Parlament an die Arbeit. Quelle Luzerner Zeitung

Auf den Wolf gekommen
Der Kanton Uri stimmt über den Wolf ab, auch wegen Schafhalter Felix Jauch. Ein Stimmungswandel zeichnet sich ab.
Wenn der Absender ALAUri auf dem Handydisplay auftaucht, dann jagt der Puls von Felix Jauch in die Höhe. Der Urner Schafhalter wird nervös. Wolfsalarm. «Wolfsriss an zwei Schafen, Seelisberg», steht in der SMS. Oder: «Wolfssichtung, Schwanden.»
Jauchs Verhältnis mit dem Raubtier ist belastet. 2015 riss ihm der Wolf 15 Schafe aus der Herde. Diesen Sonntag, dreieinhalb Jahre später, stimmt Uri über den Wolf ab, «Regulierung von Grossraubtieren» heisst die Initiative. Jauch ist im Abstimmungskampf, er hält Referate, er montiert von Göschenen bis Flüelen Plakate und schreibt um 5.57 Uhr Kurznachrichten an Journalisten, um sie von seiner Sache zu überzeugen. Jauch ist ein besonnener Mann und nimmt sich Zeit für seine Sätze. Doch geht es um
den Wolf, dann hat er das Gefühl, die Zeit laufe ihm davon. Sein Schreckensszenario: Die heute rund 50 Wölfe in der Schweiz breiten sich weiter aus, werden noch mehr im Rudel aktiv – und dringen in Dörfer vor. «Dann kannst grad so gut mit den
Schafen aufhören», sagt er. Erst ausgelacht, nun federführend Jauchs Abneigung gegen den Wolf ist schon älter, seine Skepsis tat er erstmals vor zehn Jahren kund – und wurde ausgelacht. Das hat sich geändert. Es brauchte dafür einen Abend im Restaurant Uri Rotstock in Isenthal im Jahr 2015, erzählt Jauch. Ein Dutzend Männer, Jäger und Schafbauern, sitzen um einen Tisch, voller Frust, voller Zorn. Sie fluchen über den Wolf, der wieder einmal über ihre Herden hergefallen ist. Sie möchten etwas tun, doch niemand will sich engagieren. Bis einer aufsteht. Felix Jauch. Kurz darauf gründet er eine Interessengemeinschaft gegen die Grossraubtiere,
gegen den Wolf, den Luchs und den Bären. Die Sache bekommt Schwung. Urner Politiker realisieren das politische Potenzial, eine Initiative wird ins Leben gerufen. Sie will einen Verfassungseintrag, der den Kanton dazu verpflichtet, Vorschriften bezüglich der Beschränkung von Grossraubtieren zu erlassen. 3188 Bürger unterschreiben das Begehren, fast zehn Prozent der Urner Bevölkerung.
Die Gegner um WWF, SP und die Grünen nennen die Initiative «Symbolpolitik», ja wirkungslos. Tatsächlich bestimmt der Bund und nicht die Kantone über die Wolfsjagd. Dabei gibt es klare Regeln: Reisst ein Wolf mehr als 25 Schafe in einem Monat, darf ihn der Bund zum Abschuss freigeben. Im Urnerland war das bisher zweimal der Fall, 2015 und 2016. Jauch und Kollegen sagen, die Verwaltung sei wolfsfreundlich und verschleppe die Entscheide. Es gehe diesen Sonntag darum vor allem auch um ein Zeichen, zudem sichere man sich durch die Abstimmung ab. Lockere der Bund die Regeln, wären die Urner dank einem Ja schon bereit, um gegen den Wolf vorzugehen. Jauch mag seine Schafe Der Wolf ist Jauch gar nicht mal so unähnlich. Er lebt monogam, ist sesshaft – und hat eine Schwäche für Schafe. Es ist 17.30 Uhr und Freitag, Jauch trägt Gnägi und Kappe, er muss seine Schafe füttern. Er mag sie. Er hat ihnen Namen gegeben. Bianca, Berna, Brotlisi. Jauch füttert abends, seine Frau morgens. Während der Woche arbeitet er in der Geschäftsleitung einer Urner Sozialversicherung. Das Wochenende gehört den Schafen. Im Juni schickt er seine Tiere bis Ende September auf seine Alp, bis zu 400 Schafe sömmern hoch über Seedorf. Dann muss er wieder Angst haben. Der Wolf.
Jauch ist ein Typ Mensch, der die Manntage seiner Schafzucht zählt. Bevor der Wolf hier wieder heimisch wurde, waren es rund 120 Tage Arbeit. Nun sind es über 300. «Das ist doch verrückt», sagt er. Die Zunahme begründet Jauch mit den Herdenschutzmassnahmen. Das Zäunen gibt Arbeit. «Und bringt kaum etwas», sagt Jauch. Der Wolf lerne schnell, überspringe Zäune von 130 Zentimeter Höhe und lasse sich auch von Stromstössen nicht aufhalten. Also hat sich Jauch zwei Herdenschutzhunde zugetan. 70 Kilogramm schwer, gross, furchteinflössend, aber auch voller Nebenwirkungen. Sie machen den Wanderern Angst. Ein weiterer Zaun muss ran, damit die Touristen um seine Alp herumgehen. Einen Kilometer Hag. Tage voller Arbeit. Der Wolf ist Jauch nicht so unähnlich. Er lebt monogam, ist sesshaft – und hat eine Schwäche für Schafe. Jauch erledigt Steuererklärungen von Bekannten. Sie bezahlen mit einem Tag Freiwilligenarbeit auf der Alp. So kann er die Manntage stemmen. Gäbe es plötzlich
mehrere Hundert Wölfe, müsste er die Schafe jeden Abend einzäunen, Jauch schnauft auf: «Dann kannst einpacken.» Heisst für ihn: Die Tradition der Alpwirtschaft wäre in Gefahr. Gabor von Bethlenfalvy ist der Wolfsexperte von WWF Schweiz. Er sagt, dass sich
der WWF für die Züchter einsetze. Sie bekommen fachliche und finanzielle Hilfe bei den Schutzmassnahmen, dazu unterstützt der WWF den Einsatz von Freiwilligen auf der Alp. «Obwohl es heute wieder mehr Wölfe gibt, steigt der Anteil der gerissenen
Nutztiere nicht an», sagt von Bethlenfalvy. Wenn nun Schafhalter den verstärkten Abschuss fordern, dann sei das «die ineffektivste Methode», um Schafe zu schützen, sagt der WWF-Mitarbeiter. Walliser Gratulation zum Abschuss Der Wolf polarisiert – und verbindet. So sandten die Walliser den Urnern einen Glückwunschleserbrief in der «Urner Zeitung», nachdem die Urner 2016 einen Wolf abgeschossen hatten. Begleitet war der Glückwunsch mit dem Nachsatz, man möge doch die Walliser Jäger ins Urnerland schicken, die könnten dort etwas lernen. Und als im September Schafzüchter in ganz Europa Mahnfeuer wegen des Wolfs
entzündeten, machte auch Jauch mit. Nur sind im Kanton Uri Mahnfeuer verboten. Also beleuchtete Jauch mit drei Scheinwerfern den Nachthimmel. Blöd war da nur, dass Nebel über dem Urner Talboden lag – und kaum jemand etwas mitbekam. Sichtbar wird aber immer mehr das politische Engagement gegen den Wolf. Der Wind hat gedreht. Die Schweizer Wolfsgegner wollen weniger Wölfe im Generellen, tiefere Abschusshürden und kantonale Autonomie im Speziellen. Doch vieles davon ist ausdrücklich verboten, der Wolf hat in Europa den Status «sehr geschützt». Die Walliser schauen gespannt, wie die Urner abstimmen, sie haben eine ähnliche
Initiative aufgegleist. Aktuell läuft zudem die eidgenössische Jagdgesetzrevision. Der Ständerat hat das Gesetz bereits gelockert und den Kantonen mehr Freiheiten gewährt, es soll künftig möglich sein, die Zahl geschützter Tierarten zu verkleinern. Jetzt muss der Nationalrat darüber beraten. Isidor Baumann, Urner CVP-Ständerat und Schafhalter, ist zuversichtlich, dass das Gesetz so durchkommt. Geschieht dies, hat der WWF schon einmal mit dem Referendum gedroht. «Wer nicht betroffen ist, befasst
sich kaum damit. Das gilt in vielen Bereichen des Lebens» Felix Jauch. Es ist ein europaweiter Trend. Immer mehr Politiker nehmen sich des Wolfsthemas an, die Gegner nennen es Populismus. Die Diskussion handelt von einer gefühlten Gefahr und der Frage, wie ernst diese genommen werden muss. Im Sinn von: Steht Artenschutz über dem Wohl des Menschen? Oder umgekehrt?
Jauch hat sich dazu viele Gedanken gemacht. «Wer nicht betroffen ist, befasst sich kaum damit. Das gilt in vielen Bereichen des Lebens», sagt er und vergleicht es mit dem Fluglärm. Er als Urner kenne die Sorgen der Klotener nicht. Ähnlich verhalte es
sich mit dem Wolf. So verstehe er es gar, wenn Städter über ihn den Kopf schütteln. Das Gewehr aus dem Schrank
Auch in anderen Ländern will man den erleichterten Abschuss. Nur wird das unterschiedlich gehandhabt. In Italien wird gewildert. Illegal. In Schweden und Finnland erlauben die Regierungen teilweise die Wolfsjagd. Die Folge: Verwarnungen von der EU-Kommission. Die Schweiz hat nun beantragt, dass der Status des Wolfes von «sehr geschützt» auf «geschützt» gesenkt wird. Damit wäre der Wolf auf dem Niveau des Steinbocks und des Murmeltiers. Noch muss der Europarat einen Entscheid treffen.
Doch erst kommt Uri. Die Meinungen scheinen gemacht, die Leserbriefseiten sind einseitig (gegen den Wolf), nicht einmal der zuständige SP-Regierungsrat (für den Wolf) rechnet mit einer Ablehnung der Initiative. Jauch sitzt an seinem Stubentisch, er hat Dokumente geholt von Wissenschaftlern, «von gescheiten Menschen», die den Wolf infrage stellen. «Am Ende geht es darum,
ob man sein Eigentum schützen darf», sagt Jauch und erzählt, dass er das Gewehr aus dem Schrank hole, wenn es hart auf hart komme. Worauf ihm seine Frau zuruft, dass er ein hoffnungsloser Fall sei und sicher nichts treffe. Jauch, der beim Wolf keinen Spass versteht, beginnt zu lachen. Er weiss, manchmal ist ein politischer Vorstoss effektiver als jedes Gewehr.
(Redaktion Tamedia NNZ )
Erstellt: 06.02.2019, 20:11 Uhr


Der Jäger hat gerechtfertigt gehandelt

Ein Jäger hat einen Wolf getötet, weil dieser sich nicht abhalten ließ Jagdhunde zu attackieren. Ob der Jäger sich auf Notstand berufen kann, erläutert Anwalt Dr. Heiko Granzin im DJV-Interview.

Dr. Heiko Granzin ist auf das Jagdrecht spezialisiert (Quelle: Granzin/DJV)
Dr. Heiko Granzin ist auf das Jagdrecht spezialisiert (Quelle: Granzin/DJV)

Vergangene Woche hat ein Jäger einen Wolf mit einem Schuss getötet, weil sich dieser auch mit Rufen und Warnschuss nicht davon abhalten ließ, mehrere Jagdhunde zu attackieren. Es kam dabei zu nicht unerheblichen Verletzungen. Der Jagdleiter und Revierinhaber hat umgehend die Polizei gerufen, diese erstattete gegen den Schützen Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Inwieweit sich der Jäger auf Notstand berufen kann und wie wahrscheinlich es ist, dass die Staatsanwaltschaft weiter ermittelt, erläutert Anwalt Dr. Heiko Granzin, der den Jäger vertritt, im DJV-Interview.
Weitere Informationen unter: jagdverband.de/Presse/Pressemitteilungen.

 


Wolf blockiert Forstweg in Menzingen ZG

Eine Spaziergängerin wurde am Samstagmorgen in Menzingen ZG von einem Wolf überrascht. Plötzlich kam er ihr auf dem Forstweg entgegen. Die Frau wurde nervös.  Andrea K.* (32) spaziert am Samstagmorgen mit ihren drei Hunden über den verschneiten Waldweg Richtung Chnollen in Menzingen ZG. Sie biegt nach rechts ab und erschrickt. «Hinter der Kurve kam mir plötzlich ein Wolf entgegen», sagt sie zu BLICK.Die junge Frau bleibt wie angewurzelt stehen. Der Wolf ebenso. «Er schaute mich an. Mir schlug das Herz bis zum Hals», so Andrea K. weiter. Bereits am 15. Mai dieses Jahres wurde in Menzingen ein Wolf gesichtet. Gut möglich, dass es sich um dasselbe Tier handelt. Die Direktion des Innern des Kantons Zug sagte damals zur «Luzerner Zeitung»: «Der Kanton fördert die Rückkehr des scheuen Raubtiers nicht aktiv, ist aber darauf vorbereitet.»

Andrea K. war nicht vorbereitet. «Ich dachte, was, wenn er nicht weggeht?», sagt sie. Doch nach ein paar Minuten macht der Wolf kehrt und verschwindet im Wald. Die Hundehalterin führt ihren Spaziergang fort. K.: «Das war aufregend. Ich habe noch nie einen Wolf in freier Wildbahn gesehen.»

Seit 2017 verfügt der Kanton Zug über ein Wolfskonzept. Darin ist festgehalten: Wird ein Wolf auf Zuger Kantonsgebiet nachgewiesen, erhalten die betroffenen Nutztierhalter umgehend einen SMS-Alarm. Generell gelten Wölfe als scheue Tiere, sie meiden den Kontakt zu Menschen.
Quelle Blick Online 16.12.2018

 


Schaf auf umzäunter Weide gerissen

Am Montag hat ein Wolf in Oberriet SG auf einer umzäunten Weide ein Schaf gerissen. Die Schafhalter in der Region wurden informiert. Der Wildhüter wurde am Montag zu einem toten Schaf auf eine umzäunte Weide beim Weiler Freienbach bei Oberriet gerufen, wie die St. Galler Staatskanzelei am Dienstag schrieb.

Zur Identifizierung des Wolfes stellte der Wildhüter einen Speichelprobe für die DNA-Analyse sicher. (SDA)
Quelle: Blick Online vom 11.12.2018


Wolf reisst neun schafe in gordola (ti)

Flugplatz, Bahnhof, Autobahn A13, Häuser – eigentlich gehören sie nicht gerade zu den bevorzugten Aufenthaltsorten eines Wolfs. Und doch lassen Autos, Züge, Spaziergänger den Räuber der Magadino-Ebene kalt. Er läuft am Samstag am Fluss Ticino entlang. In der Nacht bricht er bei Riazzino TI in ein Gehege ein und tötet vier Schafe. Der Hunger ist jedoch noch nicht gestillt. 

Schon in der Nacht darauf schlägt der Wolf wieder zu. Diesmal ein paar Kilometer westlich, in Gordola TI. Er überspringt einen etwa 1,50 Meter hohen Zaun, landet auf der Weide von Landwirtin Barbara Gianettoni (50). Ihre Schafe haben keine Chance. Der Wolf hetzt sie, beisst zu. 

«Er riss fünf Tiere, mehr als ein Drittel meiner Herde. Vier junge, kräftige Tiere und ein älteres Mutterschaf. Alle waren hochträchtig. Ihnen wurde die Kehle durchgebissen», sagt die Tessiner Bio-Bäuerin zu BLICK. «Es bricht mir das Herz.» Jetzt bangt Barbara Gianettoni auch um ihre anderen Mutterschafe. «Einerseits kann der Wolf wiederkommen, andererseits fürchten wir Totgeburten durch den erlebten Stress.»

«Wir haben Angst um unsere Kälbchen»

Auch Nachbar Robert Aerni (64) aus Gordola ist in Sorge. «Wir haben Kälbchen und unsere Ställe sind, wie es die Vorschrift verlangt, recht offen gehalten», sagt der Landwirt und Präsident des Tessiner Bauernverbands. Ein Leichtes für den Wolf einzudringen. Gut schlafen wird Aerni die kommenden Nächte nicht. «Wir werden verdammt wachsam sein», sagt der Tessiner. Denn mit nur neun Rissen geht es dem Wolf noch nicht ans Fell. Laut Gesetz muss er erst 25 Tiere getötet haben, um abgeschossen werden zu können. 

Nicht nur die grausamen Schafsrisse erschrecken die Gemeinde am Lago Maggiore. «Der Wolf lief nur wenige Hundert Meter an unserer Sekundarschule vorbei. Am Fluss-Ufer spielen Kinder, gehen Leute mit ihren Hunden Gassi. Das macht schon Angst», sagt Barbara Gianettoni. Der Grossräuber selbst spazierte am helllichten Tag über die Wiesen, sodass er von einigen Augenzeugen aus dem Auto heraus gefilmt werden konnte. 

CVP-Nationalrat fordert die Tötung des Räubers

CVP-Nationalrat Fabio Regazzi (56), selber aus Gordola, warnt: «Wölfe sind intelligente Tiere. Sie passen sich ihrer Umwelt an. Sie lernen, mit den Menschen zu koexistieren, wenn wir nicht eingreifen.» Seit Jahren wisse man, dass im nahe gelegenen Morobbiatal ein Wolfspaar bereits mehrmals geworfen habe. Nie habe man eingegriffen.

«Solange die Wölfe oben in den Bergen eine Ziege oder ein Reh reissen, ist es okay. Aber dass sie in unsere Wohngebiete kommen, geht gar nicht», sagt der Politiker, der auch Präsident der Tessiner Jägervereinigung ist. «Wer wird, sollte tatsächlich einmal etwas Schlimmes passieren, dafür die Verantwortung übernehmen?» Daher fordert Regazzi, dass der Abschuss des Wolfs ernsthaft geprüft wird. 

Das Amt für kantonale Jagd und Fischerei versucht unterdessen zu beruhigen «Es ist richtig, dass alles auf einen Wolf hindeutet», sagt Federico Tettamanti (30), «doch es ist anzunehmen, dass das Tier weiterzieht. Vor allem, wenn es sich um einen jungen Rüden handelt.» Ob er aus dem Wurf des Wolfspaars aus dem Morobbiatal stammt oder aus Italien einwanderte, wird sich erst in frühestens vier Wochen herausstellen. «Solange dauert die Analyse der DNA-Proben, die wir bereits in die Deutschschweiz geschickt haben», sagt Federico Tettamanti.
Quelle: Blick Online 21.11.2018 Myrte Müller


Polen: Wolf greift Kinder und Touristin an!

Wolf greift am Rande des Dorfes Przyslup an 

Kein Gebrüder Grimm Märchen, sondern traurige Realität die viele vorhergesagt hatten: Ein achtjähriges Mädchen sowie ein zehnjähriger Bub wurden am Dienstagabend von einem Wolf angegriffen und in die Beine gebissen. Die Kinder befanden sich getrennt voneinander am Rande des Dorfes Przyslup, im ostpolnischen Bieszczadygebirge, berichtet der Sender TVN24.

Jäger sollen den Wolf mit Genehmigung des Polnischen Umweltschutzministeriums bereits erlegt haben, so die zuständige Behörde. Es wird nun untersucht, ob es sich um ein gesundes Tier handelte.

Touristin schon vor zwei Wochen angegriffen

Bereits vor gut 2 Wochen soll eine Touristin vom gleichen Wolf attakiert und gebissen worden sein. Der jetzige Vorfall heizt die Diskussion in Polen wieder an, ob Wölfe nicht doch wieder bejagt werden sollen. Landwirte, Viehhalter und Jäger sind jedenfalls dafür, sie haben auch ihre guten Gründe.

Alleine im Bieszczadygebirge, das an die Slowakei und die Ukraine grenzt, sollen knapp 700 Wölfe leben. Diese haben allerdings auch etwas gutes, hört man von Einwohnern. Die Tiere hätten das Problem von freilaufenden Hunden im Wald auf ihre Art gelöst. Diese wurden alle von ihren wilden Vorfahren gefressen.


Wolfsangriff neben Hirtin: „Politik muss handeln“

Der Wolfsangriff bei der Plattkofelalm sorgt beim Südtiroler Bauernbund für große Beunruhigung. Erstmals gab es einen Angriff am helllichten Tag und nur wenige Meter von einem Menschen entfernt. „Wenn Wölfe ihre Scheu verlieren, sind nicht mehr nur unsere Tiere in Gefahr, sondern auch Hirten und andere Menschen in der Nähe“, zeigt sich Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler besorgt. Am Plattkofel wurden 3 Ziegen am helllichten Tag im Beisein der Hirtin gerissen.

 

Der Bauernbund ruft die Politik auf allen Ebenen auf, den Vorfall bei der Plattkofelalm nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Mit diesem Vorfall haben die Wolfsangriffe eine neue Dimension erreicht“, unterstreicht Tiefenthaler und fordert: „Die Politik muss handeln, bevor ein Mensch zu Schaden kommt.“

Der Angriff im Beisein der Hirtin zeige, dass ein Zusammenleben mit dem Wolf trotz Schutzvorkehrungen nicht möglich sei. „Die Ziegenherde wurde nachts hinter einem Elektrozaun gehalten und untertags mit Hirten begleitet: Dennoch ist es zum Wolfsangriff gekommen“, stellt Oswald Schwarz, Bergbauernsprecher im Landesbauernrat, fest.

„Dies widerlegt die Aussagen so mancher selbsternannter Experten, die dem Wolf eine große Menschenscheu nachsagen und keine Gefahr für den Fortbestand der Almwirtschaft sehen.

 


21 tote Rinder: Alles deutet auf den Wolf

Ralf Högemann hat Angst um seine Rinderherde – und fürchtet um seine berufliche Existenz. Immer wieder reißen wohl Wölfe einzelne Tiere. Insgesamt 21 Rinder hat der Landwirt in diesem Jahr schon verloren. Von der Politik fühlt er sich allein gelassen. Ralf Högemann schläft schlecht. Die Anspannung lässt sich von seinem Gesicht ablesen. Am Dienstagmorgen fand der Landwirt auf seinem 500 Hektar großen Gelände bei Treuenbrietzen, auf dem 600 Rinder leben, zwei tote Kälber. Sie wurden gerissen – wohl von einem Wolf.

Es ist nicht das erste Mal, dass Högemann eine solche Entdeckung macht: Seit dem 9. März bis heute – darüber führt er akribisch Buch – sind insgesamt 21 Rinder durch ähnliche Vorfälle getötet worden, im April fand er das Fohlen seiner staatsprämierten Reitpony-Stute zerfleischt am Boden.

„Ich sehe die Wölfe“, sagt der Viehzüchter. „Ich sehe sie morgens, mittags, abends und nachts, mal einen einzelnen, mal drei auf einmal.“ Mittlerweile kämen die Raubtiere auf bis zu 100 Meter an sein Wohnhaus heran. Ihre Fußspuren entdeckt Högemann auf dem Sandweg hinter den Ställen. Seinen drei Kindern hat er verboten, dort zu spielen, er sorgt sich um ihre Sicherheit.

„Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll“

Vier Wochen lang hat der Bauer in diesem Sommer bei seiner Herde auf der Weide übernachtet, aus Angst um seine Tiere. „Wenn sie angegriffen werden, schreien sie“, sagt er. „Vom Haus aus hört man das, wenn der Wind günstig steht, dann fahre ich hin und verjage die Wölfe. Jeden Morgen fahre ich mit einem schlechten Gefühl raus – ist wieder etwas passiert?“

Die vergangenen Monate haben den erfahrenen Landwirt mürbe gemacht, mürbe und wütend. Er fühlt sich mit der Situation allein gelassen. „Wir sind ein Familienbetrieb, ein kleines Unternehmen, und wir wissen nicht, wie es weitergehen soll“, sagt er. „Die Schuld wird aber immer auf die Bauern geschoben, wir werden vertröstet und nicht ernst genommen.“

Immer mehr Fälle in der Region

Högemann wünscht sich, dass auch andere Bauern mit ihren Sorgen wegen des Wolfes an die Öffentlichkeit gehen. Denn in der Region gebe es immer mehr Fälle. Nach jedem Angriff auf eines seiner Tiere ruft er über die eingerichtete Hotline den Rissgutachter des Landesamts für Umwelt (LfU), der die Kadaver untersucht. Er dokumentiert den Fall und veranlasst Gen-Analysen, um herauszufinden, ob es sich wirklich um einen Wolfsriss handelt. Aber: „Wir haben bis heute noch keine einzige Entschädigung erhalten“, sagt Högemann.

„Die Gen-Analyse spielt in den seltensten Fällen eine Rolle“, sagt Thomas Frey vom Landesamt für Umwelt (LfU) in Potsdam. „In der Regel geht die Einschätzung aus der Dokumentation des Rissgutachters hervor.“ Die einzelnen Fälle gehen beim LfU ein. Von dort werden sie an das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) weitergeleitet. Dort werden die Preise ermittelt, die den Landwirten als Entschädigung gezahlt werden.

Die Gen-Analysen werden im Senckenberg-Institut Gelnhausen aus wissenschaftlichen Gründen dokumentiert. „Dort werden die Proben untersucht. Es kann mehrere Wochen und Monate dauern, bis das Ergebnis feststeht“, sagt Frey. Aufgrund hoher Auslastung und Formalien, die eingehalten werden müssten, könne es bisweilen zu Verzögerungen kommen. „Alles ist jedoch darauf ausgerichtet, die Fälle im Normalfall innerhalb weniger Wochen abzuschließen“, sagt der Sprecher des LfU.

Maßnahmen des Landes können helfen

„Betroffene Landwirte in Brandenburg können Hilfsangebote des Landes zum Schutz ihrer Tiere wahrnehmen“, sagt Valeska De Pelligrini, Wolfsbeauftragte beim Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (LMUL). In einer Situation wie der von Ralf Högemann sei es wichtig, etwas an der Herdensicherung zu ändern.

„Mit einer Förderungsmaßnahme von bis zu 15 000 Euro ließen sich auf Herrn Högemanns Grundstück relativ einfach die Stromzäune zur Wolfsabwehr verstärken. Ein bis zwei Litzen mehr würden schon ausreichen.“ Die Wolfsbeauftragte kennt das Gelände des Treuenbrietzeners und war im September 2017 zu einem Präventionsgespräch vor Ort.

Ralf Högemann sieht das anders. „Bei der großen Fläche komme ich schnell auf eine weitaus höhere Summe als 15 000 Euro“, meint er. „Wir haften mit Haus und Hof, wir haben viele Fixkosten – das können wir uns gar nicht leisten“, sagt der Landwirt. Vom Staat wünscht er sich mehr Verantwortung und Hilfe. „Ich muss dabei zusehen, wie meine Tiere lebendig gefressen werden. Doch meine Kühe waren vor den Wölfen da. Seit 29 Jahren bin ich Landwirt, so etwas habe ich noch nie erlebt.“

Von Christina Koormann

Quelle: maz online.de


Nach Wolfsangriff bei Lenzen: Bauernbund verlangt Stopp aller Herdenschutzprogramme

Nachdem Wölfe am Elbdeich bei Lenzen zwei Schafe gerissen haben, obwohl diese durch Herdenschutzhunde bewacht wurden, hat der Bauernbund Brandenburg die Landesregierung aufgefordert, alle Herdenschutzprogramme zu stoppen und statt dessen die Schutzjagd auf Wölfe nach dem skandinavischen Modell zuzulassen. "Wir halten immer schärfere Hunde und bauen immer höhere Zäune, aber das interessiert doch den Wolf nicht, wenn er Hunger hat", argumentiert der Wolfsbeauftragte des Bauernbundes Frank Michelchen, Biobauer aus Leibsch im Spreewald, der selber bereits zwei Kälber an das Raubtier verloren hat: "Wir müssen uns endlich eingestehen, dass der einzige funktionierende Herdenschutz weniger Wölfe sind."
Quelle: Bauernbund Brandenburg 29.07.2018


Kommentar: „Der Wolf muss weg!“

„Die ‚Dolomiten‘ bringen schockierende Texte, Bilder und Videos nur in Ausnahmefällen. Der jüngste Angriff von Wölfen darf nicht verborgen werden. Das schreckliche Leid des kleinen Kälbchens muss gezeigt werden“, schreibt der Chefredakteur des Tagblatts Toni Ebner in einem Kommentar am Samstag.

Die Befürworter der Wiedereinbürgerung des Wolfes sollen endlich begreifen, was Wölfe anrichten. Sie sollen die geschundene Kreatur sehen, die zitternd neben einem Baum steht, mit herausgefressenem Schenkel und freigelegtem Oberschenkelknochen. Das Tier leidet stumm unter unsäglichen Qualen. Bei lebendigem Leib angefressen.

 

Die Wolfbefürworter sollen zur Kenntnis nehmen, dass der Wolf nicht Fleisch frisst, das sie schön angerichtet beim Metzger sehen. Der Wolf tötet sein Opfer qualvoll, weil er es bei lebendigem Leib auffrisst.

 

Frau Foppa, Herr Dello Sbarba und Herr Heiss, schauen Sie sich das Video an, bevor Sie wieder eine wildromantische Presseaussendung verfassen, wie wichtig der Wolf in Südtirol ist. Schauen Sie sich das Kälbchen an! Wollen Sie, dass auch weiterhin unsere Tiere bei lebendigem Leib gefressen werden?

 

Herr Spagnolli, schauen auch Sie sich das Video an, bevor Sie wieder in Ihrer wohligen Amtsstube behaupten, man könne mit Zäunen den Wölfen beikommen. Hören Sie endlich auf, Märchen zu erzählen, der Wolf sei mit Zaun, Herdenhunden und Schäfern unter Kontrolle zu bringen. In der kleinstrukturierten Südtiroler Landwirtschaft mit ihren Almen ist ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf nicht mehr möglich.

 

Es gibt daher nur ein Entweder-oder: entweder der Wolf oder unsere seit Jahrhunderten betriebene Bauernschaft mit beweideten Almen. Die Entscheidung ist klar: Der Wolf muss weg!

toni.ebner@athesia.it

Bei Google zu finden!

http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Kommentar-Der-Wolf-muss-weg

 


Wolf jagt Hirsch durch Cunnewitz - Bewohner in Angst und Schrecken

Die Bewohner von Cunnewitz sind geschockt. Ein Wolf hat vergangene Nacht einen Hirsch durch den Ort bei Kamenz gejagt. Bewohner wurden aus dem Schlaf gerissen. Scheiben gingen zu Bruch, ein Zaun wurde niedergetrampelt.  Der Hirsch sei über drei Grundstücke getrieben worden, schilderte uns ein Augenzeuge. Das Tier stieß schließlich gegen ein massives Tor und verendete. Der Wolf flüchtete. Auf dem Rückweg soll er einen weiteren Hirsch getötet haben.

Die Bewohner haben Angst davor, dass der Wolf wieder in den Ort kommt. Sie fordern deshalb, dass die zuständigen Politiker endlich Schritte einleiten, damit sich so ein Vorfall nicht wiederholt. Wölfe, die sich bewohntem Gebiet nähern oder Schafherden angreifen, müssten abgeschossen werden - ohne Wenn und Aber.

In der Gegend lebt das Rosenthaler Wolfsrudel. Jäger vermuten, dass es inzwischen zwei Rudel gibt. Wölfe hatten in den vergangenen Jahren wiederholt Schafherden angegriffen.

Quelle: radiolausitz.de/Autor: Knut-Michael Kunoth


Wolf: Nun ist eine Kuh betroffen

In der Nacht auf den 1. Juli schlug der Wolf in der Herde der Familie Gerber, Steinettli, Schangnau, zu. Die gerissene Jungziege, die der Wolf nahe der Hütte riss, wurde erst nach langem Suchen gefunden. Kroni, eine weitere Ziege, fand Bäuerin Marianne Gerber nach langer Suche verletzt. Sie hatte Glück. Der vom Wolf aufgerissene Bauch konnte genäht werden. Die Familie Gerber glaubte, damit sei die Sache erledigt.

Kroni wird zu Hause gepflegt

Nun hat Kroni aufgrund eines Bisses am Hals allerdings einen Abszess gemacht. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut, sagt Daniel Gerber. Die Ziege wird zu Hause gepflegt. Die Kosten einer Behandlung im Tierspital wären nicht gedeckt, hatte der Wildhüter die Familie informiert. Diese würden den geschätzten Wert des Tieres voraussichtlich übersteigen. Wird ein Nutztier Opfer eines Wolfsrisses, muss der Wildhüter informiert werden. Dieser nimmt den Schaden auf und kann mittels Schadenformular die Meldung zur Entschädigung einreichen. Ein Nutztier oder deren Behandlung werde unter Berücksichtigung des geschätzten Wertes des Tieres immer entschädigt. Unabhängig davon, ob das verletzte Tier eingezäunt oder anders geschützt wurde (Bsp. Herdenschutzhund).

Eine Kuh verletzt

Nun muss Kroni also zu Hause bleiben. Der Abszess am Hals der Ziege sei mittlerweile hart geworden. Wie die Krankheit verlaufen wird, ist derzeit nicht abzuschätzen. Kroni ist nicht die einzige im Stall, die Pflege braucht. Die Lahmheit einer Erstlingskuh hat Bauer Gerber erst als «Grippeli» eingeschätzt. Die Geschwulst unterhalb des Vorderknies führte bei genauerer Betrachtung dann aber zu einer Bisswunde. Auch hier dürfte der Wolf am Werk gewesen sein. «Wir weiden die Tiere zusammen», erklärt Gerber, da sei es naheliegend, dass er auch Kühe angreife.

Wie geht es weiter?

Zügeln die Bauern im Gebiet die Ziegen fort, dürften sich Angriffe auf das Rindvieh mehren. Davon ist der betroffene Landwirt überzeugt. Im Wolfskonzept des Bundes steht, dass das Töten von Nutztieren ohne Herdenschutz am hellen Tag grundsätzlich ein unbedenkliches Verhalten des Wolfes ist. Also werden auch Angriffe auf grössere Nutztiere keine Begründung für einen möglichen Abschuss des Wolfes im Gebiet Schangnau sein.
Quelle: Bauernzeitung Online 24.07.2018


M76 hat schon dutzende Tiere gerissen Berner Älpler wollen den Wolf tot sehen

SCHANGNAU BE - Ein Wolf riss in zwei Wochen im Emmental auf mehreren Alpen Schafe und Ziegen. Die betroffenen Älpler wollen nicht länger zuschauen: Sie fordern eine Abschussbewilligung für den Wolf.

Christian Gerber (62) und seine Frau Theres (56) sind wie jeden Sommer mit ihrer Viehherde auf der Wimmisalp bei Schangnau BE – doch in diesem Jahr ist der Alpsommer ein einziger Stress.

«Schon am ersten Abend suchte uns ein Wolf heim», sagt Gerber. «Gegen 17 Uhr kam er ganz nah an unsere Alphütte ran.» Gerber verscheucht den Wolf. Dennoch: Zwei Schafe sind verletzt. «In der gleichen Nacht kam der Wolf zurück und riss mehrere Tiere. Zwei Schafe mussten notgeschlachtet werden, von einem dritten fand ich nur noch einen Fuss.»

Schreckliche Erinnerungen, brutale Bilder

Die Gerbers sind nicht die einzigen Älpler, die diesen Sommer mit dem Wolf unliebsame Bekanntschaft machten. Der Wolf M76 riss schon letztes Jahr im Kanton Bern laut offizieller Jagdstatistik 31 Nutztiere. Ueli (56) und Esther Gfeller (53) sömmern ihre Geissen auf der Alp Tannisboden. Am 9. Juni passiert es auch bei ihnen: Die Rinderherde des SVP-Grossrats wird in der beginnenden Dämmerung unruhig. Geissenglocken bimmeln ununterbrochen.

Esther Gfeller erinnert sich: «Ich lief zum Stall hinüber, hatte Angst um meine Ziegen.» Die Alpkäserin macht eine schreckliche Entdeckung. «Ein Tier lag auf dem Boden. Die Geiss hatte Bissverletzungen am Hinterbein und am Hals. Ich musste zuschauen, wie mein Tier grausam verblutete.» Eine zweite Geiss hat Bissverletzungen am Euter.

Wölfe nicht vom Aussterben bedroht

Die Älpler sind wütend darüber, dass der Wolf nicht abgeschossen werden darf. «Wieso ist der Wolf nicht jagdbar?», fragt Bruno Hirschi (42). Auch er hat schon Tiere wegen des Wolfs verloren. «Uns hilft niemand. Der Wolf ist ja nicht am Aussterben.»

Die Gegner von Wolf, Bär und Luchs im Kanton Bern sind seit Frühling in einem Verein vereint. SVP-Grossrat Thomas Knutti (45) ist Präsident der Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern. Er weiss: «Die Leute haben Angst. Das Mass des Erträglichen ist längst überschritten. Beim Wolf gilt für uns Nulltoleranz.»

Keine Lust mehr auf Tiere auf der Alp

Registriert werden aber nur die Risse von Tieren, die durch einen Herdenschutzhund oder einen Zaun geschützt sind. Niklaus Blatter (42), Jagdinspektor im Kanton Bern: «Solange Nutztiere wie Schafe oder Ziegen ungeschützt auf Alpen gehalten werden, sind uns die Hände gebunden.»

Die Älpler aus Schangnau haben dafür kein Verständnis. «Wir können hier in diesen steinigen Berghängen keinen Zaun erstellen und auf einen Herdenschutzhund muss man mindestens zwei Jahre warten», sagt Bauer Christian Gerber.

Das Ehepaar Gfeller will seine restlichen Ziegen jetzt nicht mehr dem Risiko einer Wolfsattacke aussetzen. «Wir nehmen die Tiere von der Alp runter», sagt Ueli Gfeller. «Das ist zwar nachteilig für die Alp, weil so niemand mehr das Unkraut wegfrisst. Doch es ist grauenhaft, wenn ein Wolf ein Tier reisst, dass man einst grossgezogen hat.»

Ouelle: Blick Online 23.07.2018

 


Ein Wolf hat laut mehreren polnischen Medien zwei Kinder in den den polnischen Bieszczady-Bergen gebissen und wurde erlegt.

Es handelt sich vermutlich um dasselbe Tier, das Mitte Juni eine Touristin auf einem Campingplatz angegriffen hatte.

Wolf beißt Kinder

Am Dienstagabend wurden in Strzebowiska und Przysłup im polnischen Karpatenvorland nahe der slowakischen Grenze vermutlich zwei Kinder von einem Wolf angegriffen, wie polnische Medien berichten. Die verletzte Kinder wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Leben sei aber nicht in Gefahr.

Bei den Verletzten handelt es sich um ein acht Jahre altes Mädchen und einen zehnjähriger Jungen, bestätigte in einem Interview mit der Redaktion des tvnmeteo.pl Marta Tabasz-Bolzen, eine Sprecherin der Landespolizeizentrale in Rzeszów.

Wolf wurde umgehend erlegt

Ein Jäger erlegte den in Frage kommenden Wolf offenbar wenig später.

Die Polizeisprecherin fügte hinzu, dass die Kinder Bisswunden hätten, die im Krankenhaus in Lesko behandelt werden mussten. Da es sich um keine lebensbedrohlichen Verletzungen gehandelt haben, konnten sie am heutigen Mittwoch das Krankenhaus wieder verlassen.

Glücklicherweise waren die Wunden offenbar nicht so tief, dass bleibende Schäden zu befürchten sind, sagte Jan Matusik, Krankenhausleiter in Lesko. Dr. Sabina Pierużek-Nowak, die auf große Raubtiere spezialisiert ist, bringt die Vorfälle in Strzebowiska und Przysłup mit einem weiteren Wolfsangriff, der Mitte Juni in Wetlin stattfand in Verbindung. Dort wurde auf einem Campingplatz eine Urlauberin von einem Wolf attackiert, der sich in ihrer Wade verbiss. Die Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

Der Wolf hatte sich laut der Biologin nur schwer vertreiben lassen und hielt sich weiterhin in der Region auf. Schon damals traf man die Entscheidung, den Wolf zum Abschuss freizugeben, so Dr. Pierużek-Nowak. Es gelang jedoch nicht den Wolf tatsächlich zu erlegen.  Das Tier entkam und wurde nicht wieder gesehen. Bis jetzt.


Wolf oder Wolfshybrid?

Wie wahrscheinlich ist der Wolfshybrid?

Der brandenburgische Landesjagdverband und auch der linke Landtagsabgeordnete omas Domres interessierten sich aber sehr wohl dafür. Domres stellte eine Anfrage an das Umweltministerium. Dort zog man das Senckenberg Institut zurate. In 1.100 Proben, die es in den vergangenen zehn Jahren aus Brandenburg untersucht haben will, hatte es keine Hybriden bestätigen können. Warum, soll Nowak von Wurmb-Schwark in einem weiteren Telefonat erklärt haben. Seiner Erfahrung nach paarten sich Hunde nur äußerst selten mit Wölfen in freier Wildbahn. „Wir haben das gleiche Verfahren angewandt, das wir auch zur Abstammungsanalyse bei Hunden verwenden. Es ist international anerkannt und liefert zuverlässige Ergebnisse.

In den USA wird es genutzt, um Wolf-Kojoten- Mischlinge zu identifizieren“, kontert von Wurmb-Schwark Nowaks Erklärungen. Auch die spätere Unterstellung, sie sei zu dem Ergebnis gekommen, weil sie ausschließlich Timberwölfe als Referenz verwendet habe, weist sie lächelnd zurück. Sie habe mit ihren Mitarbeitern die umfangreiche Datenbank, die ihr als Vergleich diente, selbst angelegt. Es befänden sich ausreichend unterschiedliche Wolfsproben eindeutiger Herkunft darin

Häufig Wolfshybriden in Europa

Internationale Studien zeigen zudem, unabhängig von der verwendeten Methode, dass Hybridisierung zwischen Wölfen und Hunden kein selten oder neu auftretendes Phänomen ist. So fand eine 2017 veröffentliche Studie (Pilot et al. 2017) mit demselben Verfahren, das auch Senckenberg nutzt, heraus, dass es zwar keine sogenannten Hybridenschwärme in Europa gibt, aber doch 62 Prozent der untersuchten Wolfsproben eindeutig Hundegene aufwiesen. Und zwar solche, die auf stete Vermischung der beiden Canidenarten hindeuten. Besonders auffällig sei das Auftreten eines Gens, das eine schwarze Deckenfarbe verursacht. Etwa ein Viertel der europäischen Proben stammten aus Italien, der Rest zumeist aus Osteuropa. Die Studie zeigte auch, dass es in Europa viel häufiger zu Paarungen zwischen Wölfen und Hunden kommt als etwa in den USA oder Asien.

Mehr zum Thema unter: https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-deutschland/wolf-oder-wolfshybrid/4/


Wolf & Co: Ständerat will Jagdgesetz nicht zurückweisen

Eine linke Minderheit im Ständerat ist am Dienstagvormittag mit ihrem Antrag gescheitert, das Jagdgesetz an den Bundesrat
zurückzuweisen. Schon vor der Detailberatung war klar: Der Schutz von Wolf, Luchs und Biber wird gelockert. Ein Referendum steht im Raum.

Der Umgang mit dem Wolf und anderen Beutegreifern gibt im Parlament seit Jahren zu reden. Wie erwartet wurde bereits die Eintretensdebatte in der kleinen Kammer emotional geführt.

Während zweieinhalb Stunden ging es oft um grundsätzliche Fragen, bei denen verschiedene Ideologien aufeinandertrafen. Es ging um mehr als um Wildtiere. "Wir sprechen über die Koexistenz von Stadt- und Bergbevölkerung", sagte etwa Stefan Engler (CVP/GR).

"Thema versachlichen"

Dabei hatte Kommissionssprecher Roland Eberle (SVP/TG) zu Beginn an seine Ratskollegen appelliert: "Wir müssen ein sehr emotionales Thema versachlichen." Das geltende Jagdgesetz aus dem Jahr 1988 müsse an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Es gehe hier nicht um die Ausrottung von Tieren.

Umweltministerin Doris Leuthard appellierte an die Vernunft des Parlaments: "Wenn wir die Stunden zusammenzählen, in denen wir uns mit diesem Thema befassen, dann ist das unangemessen." Trotzdem müsse das Gesetz angepasst werden.

"Reines Abschussgesetz"

Das sahen die linken Ständeräte freilich anders. Die Vorlage in der vorliegenden Form sei ein "reines Abschussgesetz", kritisierten sie. Damit übernahmen die linken Kantonsvertreter das Wording von Umwelt- und Tierschutzorganisationen. Diese hatten bereits am Montag mit dem Referendum gedroht, sollte der Schutz von Wildtieren gelockert werden.

Stattdessen sollte das Gesetz aus ihrer Sicht an den Bundesrat zurückgewiesen werden mit dem Auftrag, eine Revision vorzulegen, "welche in ausgewogenem Masse die Notwendigkeit zusätzlicher Tierschutzmassnahmen berücksichtigt und gleichzeitig die Regulierung bestimmter Arten ermöglicht".

Laut Robert Cramer (Grüne/GE) wird mit der Änderung des Jagdgesetzes der Artenschutz in der Schweiz grundsätzlich infrage gestellt. "Das Gesetz ist nicht ausgewogen." Er sage dies als Genfer. Wie viele andere Menschen in der Schweiz habe er keinen direkten Bezug zur Jagd, in seinem Kanton sei das Jagdverbot in der Verfassung verankert. Dank dieser Distanz könne er ohne Emotionen entscheiden.

"Hysterie fehl am Platz"

Werner Hösli (SVP/GL) drehte den Spiess sogleich um. Aus seiner Sicht müsse die unterschiedliche Betroffenheit der Kantone und Regionen dringend berücksichtigt werden. Die Befürworter einer Revision wollten keine Wildwestmethoden. "Halten Sie die Kantone nicht für unfähig und rüsten Sie sie mit den notwendigen Kompetenzen aus."

Auch Beat Rieder (CVP/VS) konterte die Kritik von Links-Grün. "Die Hysterie von Umweltverbänden ist fehl am Platz." Flora und Fauna seien gerade im Wallis durch die Revision des Jagdgesetzes nicht bedroht. Auch wollte Rieder nichts davon wissen, dass Wildtiere generell am Pranger stünden.

Nichtsdestotrotz sei der Wolfsbestand exponentiell gestiegen, sagte Rieder. "Wir dürfen die Kontrolle nicht verlieren." Schutzhunde alleine hälfen nicht. Das zeige das Beispiel Frankreich. Die Entwicklung dort dürfe nicht verharmlost werden.

"Nicht überschiessen"

Martin Schmid (FDP/GR) bezeichnete die Schweizer Jagdpolitik als pragmatisch. "An den Spitzen der Jagdämter sitzen keine Sheriffs, sondern demokratisch gewählte Politiker." Wenn ein Bär in Lenzerheide über den Golfplatz spaziere oder in Trin ein Wolf vor der Poststelle stehe, müsse einen das aber schon zu denken geben.

Der Rückweisungsantrag scheiterte schliesslich erwartungsgemäss deutlich - mit 29 zu 14 Stimmen. Nun beugt sich der Ständerat über verschiedene Details der Vorlage.

Erst danach wird ersichtlich sein, wie jagd- respektive umweltfreundlich das Gesetz ausgestaltet wird. Selbst bürgerliche Politiker aus Jagdkantonen mahnten zur Vorsicht: "Wir dürfen nicht überschiessen", sagte Werner Luginbühl (BDP/BE). Geschehe dies, sei das Risiko gross, dass die Jagdgesetz-Revision an der Urne abgeschossen werde.
Quelle: BauernZeitung Online 5.06.2018


ein Bär rennt vor einem Auto auf der Hauptstrasse

Am Pfingstsonntag war Marcel Thönen (22), Student aus Worblaufen, im Ausgang in Interlaken. Als sein Kollege und er sich kurz nach Mitternacht auf den Heimweg machten, einigten sie sich auf die Route am rechten Seeufer des Thunersees entlang. «Wir sprachen noch kurz darüber, dass wir auf Wildtiere acht geben müssen. Wir dachten vielleicht an einen Igel oder so», sagt Thönen.

Doch vor dem letzten Tunnel kurz vor der Beatenbucht muss der 22-Jährige wegen etwas deutlich Grösserem auf die Bremse treten. «Ich hielt mitten auf der Strasse an, weil ich im Tunnel etwas Grosses, Braunes sah.» Als sich das Pelzknäuel bewegte, erkannten sein Kollege und er, dass es sich um einen Bären handeln muss. «Ich war schockiert. Mit so etwas habe ich nicht gerechnet.»

Dann springt der Bär weg und Thönen fährt ihm langsam hinterher. «Ich hatte keine Angst, ich fühlte mich im Auto relativ sicher. Aber der Bär war offensichtlich verängstigt», sagt der Student. Die Begegnung war für ihn sehr eindrücklich. «Irgendwie denkt man gar nicht daran, dass man in der Schweiz einem Bären begegnen könnte», sagt Thönen. «Zudem kommt ein Kilometer weiter schon das nächste Dorf – Merligen.»
Quelle: 20 Minuten Online, 21.05.2018


Norwegen: rekord bei wolfstötung

 

 

In Norwegen sind in diesem Winter so viele Wölfe getötet worden wie nie zuvor. Jäger hätten 30 Tiere geschossen, teilte das Umweltministerium am Freitag mit. Grund für die Rekordzahl sei die erhöhte Quote: Die norwegische Regierung hatte für diesen Winter 42 Wölfe zum Abschuss freigegeben, davon 16 auch am Rand einer Schutzzone an der norwegisch-schwedischen Grenze. Die Jagdsaison ist seit dem 31. März beendet. Im Winter 2016/17 wurden laut Ministerium etwas mehr als 100 Wölfe in Norwegen gemeldet, eine grosse Mehrheit davon in der Schutzzone an der Grenze zu Schweden. Im Nachbarland Schweden wurden in diesem Winter 48 Wölfe getötet. Wölfe sind in Skandinavien geschützt. Ihr Bestand wird aber kontrolliert, weil sie jedes Jahr auch mehrere hundert Schafe reissen.
Quelle: Schweizerbauer

Wölfe sollen ein kalb ein kalb gerissen haben

Wölfe sollen bei Lieberose ein rund 100 Kilo schweres Kalb aus einem Stall herausgezerrt und gerissen haben. Gentechnische Untersuchungen laufen, um in dem Fall für Klarheit zu sorgen. Von Michael Lietz Brandenbrug Aktuell rbb 25.04.2018

Im Kälberstall der Agrargenossenschaft "Trebitz - Klein Muckrow" bei Lieberose sollen Wölfe ein rund 100 Kilogramm schweres Jungtier gerissen haben. Die Mitarbeiter fanden neben den Innereien nur noch wenige Teile des Kalbes. Silvia Balzer, Geschäftsführerin der Agrargenossenschaft, geht davon aus, dass die Räuber unter den Gitterstäben her krochen und das Tier rissen: "Das haben sie dann vor der Box getötet und es dann 30 Meter aus dem Stall gezogen. Dort haben sie den Rest gefressen." Vor dem Stall zeigt Balzer auf eine etwa 50 Zentimeter breite Blutspur, die sich von der Kälberbox bis nach draußen zieht.
Von dem Tier ist nicht viel übrig geblieben: Hinterbeine, Teile der Wirbelsäule, der Schädel und Rippen. Alles andere sei - inklusive Ohrenmarke - spurlos verschwunden. "Die müssen Hunger gehabt haben", sagt Balzer.

Möglicherweise mehrere Tiere unterwegs

 

Das Landesamt für Umwelt teilte schriftlich mit, dass ein Rissgutachter noch am selben Tag den Schaden dokumentierte. Nach seiner Einschätzung sei der Wolf als Verursacher nicht auszuschließen. Die lange Schleifspur, die Größe und das Gewicht des Kalbes ließen auch darauf schließen, dass es sich um mehrere Wölfe gehandelt haben könnte. Der Gutachter hat Speichelabstriche gemacht und Losungen eingesammelt. Das Material wird jetzt untersucht.

Das Landesamt teilte weiter mit, dass dem Agrarbetrieb empfohlen wurde, den Stall besser zu sichern. Geschäftsführerin Balzer fürchtet indes, dass Wölfe zurückkehren könnten. Aus Angst vor ihnen habe man den Stall über Nacht wieder geschlossen. "Das gefällt uns aber nicht, weil es ja schön ist, wenn die Luft durchziehen kann." Balzer und ihre Mitarbeiter wollen nun weitere Schutzmaßnahmen testen, so zum Beispiel Gitter, die sich vor den offenen Toren anbringen lassen.

Zäune müssen sicher sein

 

Wer die nötigen Schutzmaßnahmen zahlen soll, ist zunächst noch unklar. Laut dem Landesamt für Umwelt könnte es aber Fördermittel geben. Dass Wölfe jetzt auch in Ställen Beute machen, sei aber weiterhin ein Einzelfall - der sich jedoch wiederholen könnte.

In einer Erstberatung wurden dem Tierhalter deshalb Schwachstellen der Anlagen aufgezeigt und Vorschläge zur sofortigen Abhilfe gemacht. Dazu gehöre auch ein wolfssicherer Zaun.

Ähnlicher Vorfall in Oberspreewald-Lausitz

Ein ähnlicher Vorfall, der sich vor zwei Wochen in Lindenau (Oberspreewald-Lausitz) ereignete, wird aktuell noch vom Landesamt geprüft. Laut Zeugenaussagen soll hier ein Wolf ein drei Tage altes Kalb gerissen haben. Die Untersuchungen durch Veterinärpathologen konnten dies jedoch noch nicht eindeutig bestätigen, die Ergebnisse der Genanalyse stehen noch aus.

 


Wolf reisst trächtige Hirschkuh bei Schulhaus

 
 

Wölfe haben in der Nacht auf Dienstag beim Schulhaus in Vättis SG eine Hirschkuh gerissen. Tags darauf schlichen Wölfe ums Dorf. Die Anwohner sind besorgt

 
In Vättis SG wurde in der Nacht auf Dienstag eine trächtige Hirschkuh gerissen – in unmittelbarer Nähe zum Schulhaus. Das ungeborene Kalb ist im aufgerissenen Mutterleib eingegangenen. «Es sieht nach einem Wolfsriss aus», sagt Martin Keller von der Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichem Lebensraum (VWL). Die Vereinigung hat Bilder von Anwohnern zugestellt bekommen, die das Wolfsrudel am Dienstag Vormittag am Dorfrand beobachtet haben wollen.
Quelle: 20Minuten Online 02.05.2018